U21: Strittiger Elfer bringt Österreich gegen Serbien auf Verliererstraße

10. November 2017, 21:11
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Gregoritsch-Elf in EM-Qualifikation nun unter Zugzwang

Maria Enzersdorf – Österreichs U21-Fußball-Nationalteam hat im Kampf um ein EM-Ticket am Freitagabend in der BSFZ-Arena in Maria Enzersdorf gegen Serbien 1:3 (0:1) verloren. Mit sechs Punkten ist die ÖFB-Auswahl in der Gruppe 7 nur Vierter, auf Leader Serbien fehlen schon sechs Zähler.

Etwas mehr als ein Monat nach dem 0:1 in Russland am 6. Oktober setzte es auch gegen den zweiten großen Konkurrenten aufgrund von Gegentreffern von Aleksandar Lutovac (30.), Luka Jovic (87./Elfmeter) und Luka Ilic (91.) eine Niederlage. Österreichs Kapitän Konrad Laimer hatte in der 80. Minute das verdiente 1:1 erzielt. Nur die Gruppensieger schaffen fix den Sprung zur EM, die vier besten von neun Gruppenzweiten spielen sich im Playoff zwei weitere Plätze aus. Am Dienstag (13.00 Uhr/live ORF Sport +) gilt es in Skopje die Pflichtaufgabe Mazedonien zu lösen.

Die durch Maximilian Wöber verstärkte ÖFB-Elf war vor der Pause spielbestimmend, hatte mehr Ballbesitz, konnte die defensivstarken Serben aber kaum ausspielen. Die einzigen beiden Chancen fand Mathias Honsak vor, der jeweils das Tor verfehlte (6., 27.). Den Serben, die in einem offenen Spiel ihre Qualität im Umschaltspiel und bei Standards aufblitzen ließen, gelang mit der ersten echten Torchance der Führungstreffer. Nach einem unnötigen Ballverlust im Mittelfeld wurde Petar Micin nicht am Schuss gehindert, Goalie Alexander Schlager ließ den alles andere als unhaltbaren Ball aus, wodurch Lutovas aus kurzer Distanz abstauben konnte (30.).

Mit Arnel Jakupovic (zur Pause) und Sasa Kalajdzic (ab der 63.) versuchte Gregoritsch der Offensive neue Impulse zu geben. Die Österreicher hatten auch nach der Pause mehr Ballbesitz, Topchancen fehlten aber weiter. Die Serben konnten vor dem einschussbereiten Marko Kvasina klären (53.) und Honsak traf auch bei seiner dritten Chance nicht das Ziel (69.). Besser als der Altacher machte Laimer seine Sache. Nach Idealzuspiel von Jakupovic umkurvte er Boris Radunovic und schoss aus spitzem Winkel ein (80.).

Die Wende lag in der Luft, als Schiedsrichter Aliyar Aghayev nach einem Zweikampf von Laimer mit Sasa Lukic einen sehr fragwürdigen Elfmeter piff, den Jovic souverän verwertete (87.). Vier Minuten später sorgte Ilic für die endgültige Entscheidung. (APA, red – 10.11. 2017)

Ergebnisse der U21-EM-Qualifikation – Gruppe 7:

Österreich – Serbien 1:3 (0:1). Maria Enzersdorf, BSFZ-Arena.

Tore: Laimer (80.) bzw. Lutovac (30.), Jovic (87./Elfmeter), Ilic (91.)

Österreich mit: A. Schlager – Gluhakovic, Maresic, Wöber, Friedl – Ljubicic, Laimer, Lovric (46. Jakupovic) – Horvath, Kvasina (63. Kalajdzic), Honsak (78. Baumgartner)

Armenien – Russland 1:2

Tabelle:

1. Serbien 4 12:3 12
2. Russland 5 8:4 10
3. Armenien 6 5:10 7
4. Österreich 4 9:4 6
5. Gibraltar 6 1:14 3
6. Mazedonien 3 3:3 3

Bereits gespielt:

Österreich – Gibraltar 3:0, Gibraltar – Armenien 0:3, Russland – Armenien 0:0, Serbien – Gibraltar 4:0, Armenien – Mazedonien 0:3, Russland – Gibraltar 3:0, Armenien – Gibraltar 1:0, Russland – Österreich 1:0, Mazedonien – Serbien 0:2, Armenien – Österreich 0:5, Gibraltar – Mazedonien 1:0, Serbien – Russland 3:2

Gruppensieger für Endrunde 2019 in Italien/San Marino qualifiziert, beste vier Zweite der neun Gruppen im Play-off.

Stimmen (via ORF):

Werner Gregoritsch (ÖFB-Teamchef): "Das war eindeutig kein Elfer. Wir haben schon in Russland eine ähnliche Situation gehabt – zwei Elfer in wichtigen Spielen, so ist es oft im Fußball. Aufgrund der zweiten Halbzeit hätte sich die Mannschaft aber auf jeden Fall einen Punkt verdient gehabt. Der Gegner war unglaublich effizient, hat aus fünf Chancen drei Tore erzielt. Sie schalten sehr schnell auf Offensive um, verfügen über hohe individuelle Klasse und zählen nicht umsonst zu den besten Mannschaften in Europa."

Konrad Laimer (ÖFB-Kapitän): "Es tut weh, wenn man so ein Spiel verliert. Ich habe ihm den Ball zwischen den Beinen weggespitzelt und der Referee hat gepfiffen. Diese Entscheidung hat alles über den Haufen geworfen. Wir wollten dann noch mit einem Lucky Punch das 2:2 machen, haben aber das 1:3 kassiert. Jetzt schaut es in der Gruppe schlecht aus."

  • Musste mit seinem Team die zweite Niederlage in der EM-Qualifikation einstecken: Werner Gregoritsch.
    foto: apa/eggenberger

    Musste mit seinem Team die zweite Niederlage in der EM-Qualifikation einstecken: Werner Gregoritsch.

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