Salzburger Landesrat: Von Stronach zur eigenen Namensliste

    10. November 2017, 16:31
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    Verkehrslandesrat Hans Mayr tritt bei Salzburger Wahlen an. Ziel: Klubstatus im Landtag

    Salzburg – Verkehrs- und Wohnbaulandesrat Hans Mayr ist optimistisch: Er will nach der Landtagswahl im April 2018 weiter dem Salzburger Landtag angehören. Mayr hat bereits vergangenes Jahr die Partei Salzburger Bürgergemeinschaft gegründet. Weil aber "die Marke Mayr", wie er selbst sagt, die stärkere sei, werde er als Namensliste Hans Mayr antreten. Sein Wahlziel sind drei Mandate, das wäre dann der Klubstatus.

    Die politische Laufbahn des Landesrats hat in der ÖVP begonnen. Der Bankmitarbeiter war Bürgermeister im Pongauer Goldegg. Nachdem ihm Wilfried Haslauer einen Karrieresprung in den Landtag verwehrt hatte, schloss er sich bei der Landtagswahl 2013 dem Team Stronach an. Ergebnis: drei Mandate.

    Mehrheitslieferant

    Auf die Regierungsbank kam dann Mayr, weil das Team Stronach als Mehrheitslieferant für die schwarz-grüne Koalition benötigt wurde. Das Team Stronach ist inzwischen auch in Salzburg zerbröselt, und Mayr sitzt quasi als Parteiloser in der Regierung.

    Unterstützt wird er von einem Komitee, dem lokale Prominenz wie beispielsweise der ehemalige Intendant des Landestheaters Lutz Hochstraate angehört. Hauptelement des Wahlkampfs wird die Aktion "Sag's dem Hans" werden. Mayr kommt zu privaten Gesprächsrunden nach Hause, an den Stammtisch oder ins Vereinslokal.

    Mindestens acht Parteien kandidieren

    Der Stimmzettel bei der Landtagswahl 2018 dürfte rekordverdächtig lang werden. Neben ÖVP, SPÖ, Grünen, FPÖ und der FPÖ-Dissidentengruppe FPS werden auch noch die Liste Mayr, Neos und KPÖ-Plus ziemlich sicher auf der Liste stehen. Offen ist derzeit, ob die Liste Pilz antritt und ob auch noch andere Überbleibsel des Teams Stronach kandidieren. (Thomas Neuhold, 11.11.2017)

    • Hans Mayr will für sich weiterhin ein Stück vom politischen Kuchen in Salzburg.
      foto: apa/gindl

      Hans Mayr will für sich weiterhin ein Stück vom politischen Kuchen in Salzburg.

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