Werberat zu XXX-Lutz-Spot: Sensibler vorgehen

    9. November 2017, 15:40
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    "Spar dir den Kommentar, sonst kommst du ins Heim" könnte als "angstmachende Drohung verstanden werden", begründet das Gremium

    Wien – Mit dem neuen XXX-Lutz-Werbespot verärgerte das Möbelunternehmen zahlreiche Konsumenten, nun meldet sich der österreichische Werberat zu Wort. Das Gremium fordert XXX Lutz auf, "in Zukunft bei der Gestaltung von Werbemaßnahmen sensibler vorzugehen". Der Satz könne als angstmachende Drohung verstanden werden, spricht der Werberat.

    In dem Spot "Das sind die 10 Gebote des XXX Lutz" von Demner, Merlicek & Bergmann sagt Darsteller Max Putz zu Oma Putz: "Spar dir den Kommentar, sonst kommst du ins Heim."

    xxxlutz österreich

    Innerhalb des Entscheidungsgremiums habe es sehr unterschiedliche Sichtweisen in Bezug auf die gewählte Darstellung, schreibt der Werberat in seiner Begründung. "So sprach eine erhebliche Anzahl der Werberäte und Werberätinnen die Aufforderung zum sofortigen Stopp der Kampagne bzw. sofortigen Sujetwechsel aus, weshalb die Geschäftsstelle des Werberates zu einer Sujetänderung bzw. Absetzung rät."

    Das Möbelhaus und seine Werbeagentur Demner, Merlicek & Bergmann schnitten wie berichtet bereits die umstrittene Passage aus ihrem aktuellen Werbespot.

    Der Pensionistenverbands-Generalsekretär Andreas Wohlmuth erklärte in einer Stellungnahme: "Die Beschwerde beim Werberat war ein notwendiger Aufschrei. Die Entscheidung des Werberates ist eindeutig. Ich gehe davon aus, dass XXX-Lutz und die beauftragte Werbeagentur wissen, was jetzt zu tun ist: diesen Werbespot so rasch wie möglich absetzen!" (red 9.11.2017)

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