Emissionsgeschäft an der Obligationenbörse läuft wie geschmiert

    7. November 2017, 17:11
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    Tresorerie offerierte seit Februar bei jeder Auktion zwei Anleihen

    Zürich – Die Kurse an der Obligationenbörse haben sich am Mittwoch in engen Spannen bewegt. Während die Umsätze im Sekundärmarkt dünn waren, lief das Emissionsgeschäft weiter wie geschmiert. "Wir schalten vor dem Jahresende einen Gang nach oben", sagte ein Händler.

    Der Kanton Basel Stadt sammelte mit einer siebenjährigen Anleihe mit Null-Prozent-Coupon 200 Millionen Franken ein. Die Rendite von minus 0,1 Prozent bedeutet gegenüber der entsprechenden Obligation der Eidgenossenschaft einen Risikozuschlag von 27 Basispunkten. Zugegriffen haben Händlern zufolge vor allem Anleger, die den von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) verhängten Strafzins abfedern wollen, etwa Grossinvestoren mit hohen Kontoguthaben. Aber auch Treasury-Abteilungen von Banken interessieren sich für solche Titel.

    Zeichnungsschluss ist Mittwoch 11:00 Uhr

    Die Eidgenossenschaft will bei ihrer November-Auktion zwei Anleihen aufstocken. Zur Zeichnung angeboten wird einerseits eine neue Tranche der am 22. Juni 2029 fälligen Anleihe mit Null-Prozent-Coupon. Zudem soll die bis 24. Mai 2055 laufende und mit 0,5 Prozent verzinste Obligation aufgestockt werden. Zeichnungsschluss ist am Mittwoch um 11:00 Uhr. Händler zeigten sich kaum überrascht, folge die Eidgenossenschaft doch dem zuletzt gesehenen Muster, hieß es. Die Tresorerie offerierte seit Februar bei jeder Auktion zwei Anleihen. Die aktuelle Kombination wurde bereits im Juli angeboten.

    Den Markt für eine Emission loten Händlern zufolge der Kanton Genf, die französische La Poste, der Flughafen Sydney und der Ostschweizer Industriekonzern Bühler aus.

    Die Rendite der zehnjährigen Referenzanleihe der Eidgenossenschaft sank auf minus 0,118 Prozent von minus 0,105 Prozent am Montag. Der Dezember-Kontrakt des Conf stieg um 38 Basispunkte auf 162,71 Prozent.

    Ungebrochen ist die Nachfrage nach Geldmarktpapieren der Eidgenossenschaft. Bei der wöchentlichen Auktion dreimonatiger Geldmarktbuchforderungen teilte die Finanzverwaltung bei einer Nachfrage von 2,36 Milliarden Franken insgesamt 428 Millionen Franken zu. Die Rendite beträgt minus 0,975 Prozent. (Reuters, 7.11.2017)

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