Ein Dachs räumt auf

    8. November 2017, 11:56
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    Über ein Tier mit Putzfimmel – und dessen Auswirkungen

    Man kann es auch wirklich übertreiben! Ein Dachs hat es gern sauber, er "liebte die Ordnung". So weit, so gut. "Er putzte die Vögel, ob groß, ob klein, schrubbte die Schnäbel, ließ Schaumbäder ein", erzählt Emily Gravett in ihrem Bilderbuch "Aufgeräumt!". Aber das war erst der Anfang. Denn irgendwann störte ihn alles: "Doch selbst als die Bäume kahl und leer, blieb trotzdem unzufrieden er." Kurzentschlossen riss er sie einfach aus. Am Ende seines Putzfimmels war der Wald weg und der Boden unter einer Betonschicht verschwunden. Es heißt: "Keine Blätter, kein Stamm, kein Chaos, kein Schlamm."

    Nur, wie kam er jetzt in seinen Bau? Woher bekam er Nahrung? Der Dachs musste umdenken – und einiges ungeschehen machen. Kinder ab dem vierten Lebensjahr werden ihren Spaß mit dem tierischen Putzteufel haben. Als Freibrief, gar nicht mehr zusammenräumen zu müssen, sollte das Bilderbuch nicht verstanden werden. Aber es gibt Maß und Ziel. Und ein Blick in die Kinderzimmer zeigt: Ein bisserl Wegräumen ist sicher angebracht. (Peter Mayr, 8.11.2017)

    • Emily Gravett, "Aufgeräumt!"€ 15,50 / 40 SeitenSauerländer-Verlag 2017
      foto: sauerländer verlag

      Emily Gravett, "Aufgeräumt!"
      € 15,50 / 40 Seiten
      Sauerländer-Verlag 2017

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