Nach Mord an Nachbarn: Verdächtiger Einbruch im Großraum Stiwoll

    6. November 2017, 13:12
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    Friedrich F. weiterhin auf der Flucht – Schule und Kindergarten in steirischer Gemeinde wieder geöffnet

    Stiwoll – Acht Tage nach den tödlichen Schüssen im steirischen Stiwoll gingen die Ermittler am Montag einer heißen Spur nach. Am Wochenende wurde in den Keller eines landwirtschaftlichen Wohnhauses unweit des Tatorts eingebrochen. Aus einer darin abgestellten Kühltruhe könnten Lebensmittel gestohlen worden sein, bestätigte Polizeisprecher Jürgen Haas. Im Umkreis wird nun verstärkt gesucht.

    Samstagabend war ein bisher unbekannter Täter in das Gebäude eingebrochen. Der Eigentümerin war das rasch aufgefallen, da ihre Schafe unruhig wurden. Vom Einbrecher war jedoch nichts mehr zu sehen. Ob er tatsächlich etwas gestohlen hat, war am Montag noch unklar. Die Ermittler schließen nicht aus, dass es sich beim Eindringling um den gesuchten 66-jährigen Friedrich F. handelte.

    Weiter auf der Flucht

    Der mutmaßliche Schütze ist nach wie vor auf der Flucht. "Die Witterung hilft uns nun, denn sie spielt eine große Rolle", sagte Haas. In der Nacht auf Montag hatte Regen eingesetzt, die Temperaturen fielen deutlich, nachdem das Wetter bisher relativ mild gewesen war. Die feuchte Kälte dürfte dem Verdächtigen mehr zu schaffen machen, hoffen die Ermittler.

    Am Montag wurde nach einer Woche der Schul- und Kindergartenbetrieb in Stiwoll wiederaufgenommen. Sowohl die Gebäude als auch der Schulweg wurden von Polizisten bewacht. Haas bestätigte indessen Medienberichte, wonach sich die Frau des gesuchten Verdächtigen in ärztliche Betreuung begeben hat.

    Polizei rät zu Vorsicht

    Der amtsbekannte Mann ist dringend verdächtig, am 29. Oktober mit einem nicht registrierten Kleinkalibergewehr auf drei seiner Nachbarn geschossen zu haben. Zwei von ihnen, ein 64-jähriger Mann und eine 55-jährige Frau, starben, eine 68-Jährige wollte davonlaufen und wurde am Arm getroffen. Sie ist außer Lebensgefahr.

    Der Täter war nach den Schüssen mit einem weißen Transporter geflüchtet und versteckt sich seither. Sein Fahrzeug wurde in einem Wald verwaist aufgefunden. Der Mann dürfte bewaffnet sein. Die Polizei bittet um Vorsicht und Hinweise. (APA, 6.11.2017)

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