Schiff mit 378 Flüchtlingen in Italien eingetroffen

    6. November 2017, 11:13
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    Ermittlungen wegen Tod von 26 Frauen

    Rom – 378 gerettete Bootsflüchtlinge haben am Montag an Bord des Schiffes der Hilfsorganisation Proactiva Open Arms den Hafen der süditalienischen Stadt Crotone erreicht. Die Ankunft des Rettungsschiffes verzögerte sich wegen der schlechten Wetterbedingungen um mehrere Stunden.

    Beim Entreffen sangen die Migranten ein Kirchenlied aus Dank dafür, dass sie das Festland lebend erreicht haben, berichteten italienische Medien.

    26 tote Frauen am Sonntag gefunden

    In der süditalienischen Stadt Salerno wurden indes Ermittlungen zu den 26 toten Frauen, deren Leichen am Sonntag an Bord eines Schiffes in Süditalien eingetroffen waren, eingeleitet. Die meisten von ihnen seien Mädchen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren, teilten die Behörden mit.

    Die italienischen Staatsanwälte wollen nun herausfinden, ob die jungen Frauen Opfer sexueller Gewalt geworden seien. in Süditalien eingetroffen waren, eingeleitet. Die meisten von ihnen seien Mädchen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren, teilten die Behörden mit. Die italienischen Staatsanwälte wollen nun herausfinden, ob die jungen Frauen Opfer sexueller Gewalt geworden seien.

    Flüchtlingszahlen wieder gestiegen

    An Bord des spanischen Schiffes befanden sich neben den Leichen auch insgesamt 375 Flüchtlinge, darunter neun schwangere Frauen, berichteten italienische Medien. Fünf Personen wurden vernommen. Sie werden verdächtigt, dem Schleppernetzwerk anzugehören.

    In den vergangenen Tagen ist die Zahl der Bootsflüchtlinge im Mittelmeer wieder angestiegen: Insgesamt 37 Leichen wurden geborgen, 1.900 Menschen wurden im Mittelmeer gerettet und nach Italien gebracht. (APA, 6.11.2017)

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