44-jähriger Landwirt soll Mutter erschossen haben

    4. November 2017, 10:08
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    Mann glaubte, seine Mutter sei "ausgetauscht worden" und wollte "sie erlösen"

    Bischofshofen – Ein 44-jähriger Landwirt soll laut Ermittlungen der Polizei am vergangenen Mittwoch in Bischofshofen im Salzburger Pongau seine Mutter erschossen haben. Die Leiche der Frau wurde am Freitag in der Jauchegrube des Bauernhofes, auf dem Mutter und Sohn gelebt hatten, von der Polizei entdeckt. Am Sonntag wurde die Untersuchungshaft über den 44-Jährigen verhängt.

    Die Schwester hatte die Mutter als vermisst gemeldet. Der Landwirt zeigte sich zur Tat geständig, berichtete die Polizei Salzburg.

    Ausgetauschte Mutter

    "Das Tatmotiv, das der Mann bei der Befragung angegeben hat, ist etwas verworren", sagte Polizeisprecher Hans Wolfsgruber zur APA. Er habe behauptet, seine Mutter sei vor zehn Jahren gegen eine andere Frau ausgetauscht worden. Gleichzeitig gab er an, sie sei schon so alt. "Er hat geglaubt, er müsse sie erlösen", sagte Wolfsgruber. Die Polizei nimmt eine psychische Erkrankung des mutmaßlichen Täters an. Seine Aussagen zum Tatablauf seien aber sehr präzise gewesen. "Er wusste, wo die Waffe ist und schilderte, wo er die Leiche entsorgt hatte", sagte der Sprecher der Polizei.

    In Jauchegrube versenkt

    Die Polizei befragte den 44-Jährigen am Freitag gegen 20.00 Uhr, nachdem seine Schwester am Nachmittag ihre Mutter als vermisst gemeldet hatte. Bei der Befragung habe sich der Mann zunächst widersprüchlich zum Verschwinden der Mutter geäußert. Auf Nachfragen der Ermittler habe er die Tat zugegeben. Der Mann dürfte die Mutter am Mittwoch im Stall mit einer Flinte erschossen und ihre Leiche anschließend in die Jauchegrube geworfen haben. Dort wurde die Tote am Freitagabend auch mit Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr geborgen.

    Die Staatsanwaltschaft Salzburg ordnete die Obduktion der Frau und die Einlieferung des Beschuldigten in die Justizanstalt Puch-Urstein an. Das Landeskriminalamt Salzburg ermittelte weiter und befragte den Beschuldigten noch. (APA, 4.11.2017)

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