Wiener Heumarkt: Chorherr-Großspender will klagen

    31. Oktober 2017, 12:19
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    Gegenseite kündigt in Spendenaffäre ebenfalls weitere Schritte an

    Wien – Nach den Vorwürfen gegen den Planungssprecher der Wiener Grünen, Christoph Chorherr, und seinen karitativen Verein, der zwei Schulen in Südafrika betreibt, hat nun auch einer der Großspender des Projekts, Willi Hemetsberger, rechtliche Schritte angekündigt. Er will jene klagen, die die Vorwürfe erhoben haben. Die Gegenseite kündigte unterdessen ebenfalls weitere Schritte an.

    Er weise die "absurden Anschuldigungen", die in einer Sachverhaltsdarstellung und bei einer Pressekonferenz unter anderen von Markus Landerer (Initiative Denkmalschutz) und Wolfgang List (List Rechtsanwalts GmbH) "in den Raum gestellt wurden", auf das Schärfste zurück, hieß es in einer Stellungnahme von Hemetsbergers Ithuba Capital AG am Dienstag. "Die Ithuba Capital AG ist kein Immobilieninvestor und hatte und hat keine wirtschaftlichen oder sonstigen Interessen am Heumarkt-Projekt noch an anderen Immobilienprojekten in Wien."

    Anzeige an Korruptionsstaatsanwaltschaft

    Beinahe zeitgleich gab List in einer Aussendung bekannt, "eine ergänzende Strafanzeige mit weiteren strafrechtlich relevanten Sachverhalten" an die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft übergeben zu haben. "Der Verdacht strafbarer Handlungen erhärtet sich durch die Fibel zum Korruptionsstrafrechtsänderungsgesetz 2012", so List.

    Chorherr ist Obmann des Vereins s2arch, der unter dem Namen "Ithuba" zwei Schulprojekte in Südafrika betreibt. Ihm wird vorgeworfen, dass durch Spenden von Immobilienunternehmern an seinen Verein möglicherweise Einfluss auf seine politische Tätigkeit als Planungssprecher genommen worden sei. Auch Michael Tojner, Investor des Heumarkt-Hochhausprojekts, wird im Zusammenhang mit dem Verein genannt, da er Hemetsberger vor mehreren Jahren die heute Ithuba Capital AG genannte Firma verkauft hat. Chorherr weist die Vorwürfe zurück. (APA, 31.10.2017)

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    Chorherr wies die Vorwürfe am Montag zurück – und will jetzt klagen ("ZiB 1"-Beitrag).
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