NÖ: Psychosoziale Betreuung für Kinder wird ausgebaut

    31. Oktober 2017, 07:10
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    Kindernetzwerke sollen in den fünf niederösterreichischen Regionen entstehen – Ziel ist die bessere Vernetzung von Beratungsstellen mit anderen Institutionen

    St. Pölten – Mit dem niederösterreichischen Kinder- und Jugendplan will der Nögus (NÖ Gesundheits- und Sozialfonds) das Angebot an psychosozialer Betreuung ausbauen. Jedes fünfte Kind kämpft mit psychischen Problemen, das seien rund 60.000 Jugendliche in Niederösterreich, erklärte Landesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP) bei der Präsentation am Montag.

    Ein Netz an Einrichtungen biete Hilfe, verwies Schleritzko etwa auf die Initiative "tut gut", auf Frühförderstellen, ambulante und stationäre Betreuungen, Fachexperten sowie Kinder- und Jugendpsychiater. "Dennoch wissen viele Familien nicht, an wen sie sich wenden sollen. Das Versorgungssystem ist gut, aber mittlerweile sehr komplex und unübersichtlich geworden". Mit dem niederösterreichischen Kinder- und Jugendplan werde nun mehr Struktur und Qualität in das System eingebracht, eine stärkere Vernetzung zwischen den Anbietern soll für eine lückenlose Behandlungs- und Betreuungskette sorgen.

    In 45 Minuten erreichbar

    Derzeit gibt es in Niederösterreich rund 60 Beratungsstellen. Künftig werden deren Angebote in der psychosozialen Betreuung von Familien mit Hilfe von Qualitätsstandards aufgewertet. Jede Beratungsstelle übernimmt die Koordination des gesamten Behandlungsprozesses und bietet standardisierte, für die Familien kostenlose Leistungen an.

    Zudem werden Kindernetzwerke in den fünf Regionen entstehen, damit sich die Beratungsstellen mit anderen Institutionen und Experten besser austauschen und in Einzelfällen auch gemeinsam Lösungen erarbeiten können. Dem Best-Practice-Beispiel des "Kindernetzwerkes Industrieviertel" soll im nächsten Schritt das Mostviertel folgen. Jede Beratungsstelle müsse mit öffentlichen Verkehrsmitteln innerhalb von 45 Minuten erreichbar sein. In dünn besiedelten Gebieten seien mobile Angebote angedacht, so Schleritzko. (APA, 31.10.2017)

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