Molenbeek will "Islam-Safari" von Wilders verhindern

    27. Oktober 2017, 19:46
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    In Brüsseler Gemeinde hatten einige der mutmaßlichen Attentäter von Paris und Brüssel Zuschlupf gefunden

    Brüssel – Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders soll an einem Besuch in der als Islamistenhochburg bekannten Brüsseler Gemeinde Molenbeek gehindert werden. Die Molenbeeker Bürgermeisterin Francoise Schepmans kündigte am Freitag an, den geplanten Rundgang nicht genehmigen zu wollen.

    Gemeinsam mit der Polizei würden alle Maßnahmen ergriffen, um jegliche Art von Provokation zu verhindern, sagte sie laut Angaben der belgischen Nachrichtenagentur Belga. Wilders, der als einer der bekanntesten Islam-Gegner Europas gilt, hatte den Besuch in Molenbeek bereits Ende September über den Kurznachrichtendienst Twitter angekündigt. Er soll eigentlich am kommenden Freitag gemeinsam mit dem belgischen Rechtspopulisten Filip Dewinter stattfinden. In Medien wurden Wilders Pläne auch als "Safari in der Jihadisten-Hauptstadt Molenbeek" oder "Islam-Safari" bezeichnet.

    Was Sinn und Zweck von Wilders Besuch in Molenbeek sein soll, blieb bisher unklar. In den Niederlanden wird vermutet, dass der Politiker vor den Kommunalwahlen im kommenden Jahr für Aufmerksamkeit für seine Partei sorgen will.

    Molenbeek ist weit über Belgiens Grenzen hinaus als Hochburg und Rückzugsort radikaler Islamisten bekannt. Dort hatten unter anderem einige der mutmaßlichen Attentäter von Paris und Brüssel Unterschlupf gefunden. (APA, 27.10.2017)

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