Welternährungsprogramm darf wieder nach Myanmar

    27. Oktober 2017, 15:18
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    UN-Organisation WFP muss sich nach zwei Monaten Pause noch Bild von Versorgungslage machen

    Yangon (Rangun)/New York – Zwei Monate nach Ausbruch der Gewalt in der Rhakine-Region in Myanmar und der Massenflucht der Rohingya-Minderheit darf das UN-Welternährungsprogramm (WFP) in das Gebiet zurückkehren. Die Regierung von Myanmar in Südostasien habe grünes Licht gegeben, sagte WFP-Sprecherin Bettina Luescher am Freitag in Genf.

    Das WFP wisse noch nicht, wann Konvois losfahren können und in welche Dörfer, wie viele Menschen dort leben und wie die Versorgungslage ist. Bis Ende August versorgte das WFP im nördlichen Teil Rhakines 110.000 Menschen, sowohl Rohingya als auch andere Anwohner.

    605.000 Menschen geflohen

    Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) flohen seit Ende August 605.000 Menschen in das benachbarte Bangladesch. Sie berichten von Brandrodungen, dem Abfackeln ihrer Dörfer sowie Gewalt und Morde durch die Sicherheitskräfte. Myanmar bestreitet die Vorwürfe.

    Die Regierung und ein Großteil der überwiegend buddhistischen Bevölkerung betrachten die muslimischen Rohingya als illegale Einwanderer. Ihnen wird die Staatsbürgerschaft verweigert, obwohl die Vorfahren vieler Familien schon vor mehr als 150 Jahren mit den britischen Kolonialherren in die Region kamen. Ihre Zahl wird auf etwa 1,1 Millionen geschätzt.

    Die Lage in den Flüchtlingslagern jenseits der Grenze ist nach UN-Angaben desolat. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) versucht mit Hochdruck, die hygienischen Bedingungen zu verbessern und Ansteckungen zu verhindern. (APA, 27.10.2017)

    • Demnächst sollen neue Konvois des UN-Welternährungsprogramm losgeschickt werden.
      foto: reuters

      Demnächst sollen neue Konvois des UN-Welternährungsprogramm losgeschickt werden.

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