Gewerkschaften in Bulgarien fordern bessere Bezahlung

27. Oktober 2017, 13:53
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Demonstranten aus dem ganzen Land folgten einem Aufruf der Gewerkschaftskonföderation KNSB

Sofia – In Bulgarien haben mehrere Tausend Menschen für höhere Löhne und Gehälter demonstriert. Vor dem Regierungssitz in Sofia verlangten sie am Freitag außerdem, dass ein steuerfreier Grundbetrag eingeführt wird und die Zuschüsse für Dienstjahre beibehalten werden. Die Demonstranten aus dem ganzen Land folgten einem Aufruf der Gewerkschaftskonföderation KNSB.

Zentrale Forderung ist, dass im kommenden Jahr Arbeitnehmer und Angestellte mindestens 100 Lewa (51 Euro) mehr erhalten. "Wir wollen unseren Teil des Gewinns des Unternehmertums, den wir erarbeitet haben", argumentierten Gewerkschaftler. In dem ärmsten EU-Land Bulgarien beträgt der gesetzlich festgelegte Mindestlohn 460 Lewa (235 Euro) im Monat. Im kommenden Jahr soll er auf 510 Lewa (260 Euro) angehoben werden.

Staatsbeamte verdienen mehr

Die vom Staat gezahlten Gehälter sind sehr ungleichmäßig verteilt. Hochgestellte Staatsbeamte können mehr als umgerechnet 1.800 Euro erhalten, manche Museumsangestellte müssen aber mit umgerechnet 300 Euro im Monat auskommen. Die bürgerlich-nationalistische Regierung sieht in ihrem Etatentwurf 2018 mehr Geld für das Gesundheitswesen, für Lehrer, Militärs und Polizisten vor. (APA, 27.10.2017)

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