Tierbedarfshändler Zooblitz pleite: Crowdinvesting missglückt

    27. Oktober 2017, 11:58
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    Unter den Gläubigern befinden sich 75 Privatpersonen, drei Dienstnehmer verlieren ihren Arbeitsplatz

    Asten – Der oö. Tierbedarfshändler Zooblitz Gmbh mit Sitz in Asten hat beim Landesgericht Steyr ein Konkursverfahren beantragt, teilte der Kreditschutzverband KSV 1870 am Freitag mit. Passiva von 4,7 Millionen Euro stehen Aktiva von 133.000 Euro gegenüber. Zwei Angestellte und ein Lehrling verlieren ihre Jobs. 225 Gläubiger sind betroffen, darunter 75 Privatpersonen, die über Crowdfunding investiert hatten.

    Das Unternehmen, das vor allem online aber auch mit einem Verkaufsgeschäft in Asten mit Tierbedarf handelt, habe sich mit seiner Expansion finanziell übernommen, nannte der KSV als Insolvenzursache. Um Kapital für ein neues EDV-System zu bekommen, startete der Geschäftsführer ein Crowdinvesting, allerdings konnten die nötigen Gelder nicht aufgestellt werden, hieß es weiter von den Kreditschützern. Die Mitarbeiterzahl ist in den vergangenen Monaten von zwölf auf drei reduziert worden. Das Unternehmen soll nicht saniert werden, vielmehr habe ein potenzieller Investor Interesse bekundet, die Marke Zooblitz sowie die Internetadresse und die Warenbestände aus der Konkursmasse zu kaufen.

    Konkursverfahren beantragt

    Auch über das Vermögen der Petolino GmbH in Asten, das von einem Partner des Geschäftsführers gegründet wurde, ist ein Konkursverfahren beantragt worden. Die Gesellschaft wurde ins Leben gerufen, um über einen Onlineversandhändler Heimtiernahrung direkt an den Kunden zu bringen. (APA, 27.10.2017)

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