Regierungskreise: Cohn wird wohl nicht neuer Fed-Chef

    25. Oktober 2017, 22:27
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    Insider: Cohn zu wichtig für Steuerreform

    Washington – US-Präsident Donald Trump wird nach Angaben aus Regierungskreisen nicht seinen Nationalen Wirtschaftsberater Gary Cohn zum neuen Chef der US-Notenbank nominieren. Zwar sei noch keine Entscheidung getroffen und kein Kandidat von der Liste gestrichen worden, sagte ein Insider am Mittwoch. "Aber Garys Rolle ist zu entscheidend dabei, die Steuerreform durchzubringen." Möglicherweise sei dieses Projekt zu wichtig, um jetzt einen Wechsel auszurufen. Eine zweite, mit der Sache vertraute Person sagte, es werde in dieser Woche wohl keine Ankündigung zu der Personalie geben.

    Die Wirtschaftsagentur Bloomberg meldete ebenfalls unter Berufung auf drei Insider, Trump werde Cohn nicht für den Fed-Vorsitz nominieren.

    Senat muss zustimmen

    Trump hat angekündigt, bald eine Entscheidung zu treffen. Am Dienstag sprach er mit Parteikollegen aus dem Senat detailliert über den Fed-Direktor Jerome Powell und den Ökonomie-Professor John Taylor als mögliche Kandidaten, wie Reuters von Insidern erfuhr. Auch über die Amtsinhaberin Janet Yellen hat er sich positiv geäußert.

    Im Rennen soll ebenfalls noch der frühere Fed-Gouverneur Kevin Warsh sein. Der Senat wird Trumps Kandidaten absegnen müssen. Die Steuerreform ist gegenwärtig das mit Abstand wichtigste Gesetzesvorhaben des Präsidenten und seiner Partei. (Reuters, 25.10.2017)

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