Möglicher Wiener EBA-Standort ist noch nicht einmal in Bau

    30. Oktober 2017, 09:27
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    Erhält Wien den Zuschlag für die EU-Bankenaufsicht, wird es für die Bundesimmobiliengesellschaft stressig

    Wien – Wird eine der zwei EU-Agenturen, die aus London absiedeln, in Wien landen? Für die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) mit 900 Mitarbeitern hat sich die Stadt jedenfalls mächtig ins Zeug gelegt, diverse Übersiedlungsservices und drei konkrete Objekte von gewerblichen Bauträgern, die gerade in Bau sind, angeboten.

    Um die mit rund 200 Mitarbeitern wesentlich kleinere Bankenaufsicht (EBA) wurde weniger Aufhebens gemacht. Und anders als bei der EMA-Bewerbung würde die Republik die der EBA angebotene Immobilie auch quasi selbst bauen, nämlich in Form der staatseigenen Bundesimmobiliengesellschaft (BIG).

    Der Haken: Der mögliche künftige EBA-Sitz auf einem Eckgrundstück an der Linken Wienzeile 216 im 15. Bezirk ist noch nicht fertig. Genauer: noch nicht einmal in Bau.

    Ursprünglich Wohnen geplant

    Ursprünglich hatte man hier ein Wohngebäude geplant, erklärt BIG-Geschäftsführer Hans-Peter Weiss dem STANDARD. Später gab es ein Angebot der Casinos Austria, die sich eine Konzession für den Betrieb eines Kasinos an der Adresse erhofften. Sie gingen aber leer aus, "deshalb wollten wir die Erstplanung dann wieder aufnehmen", so Weiss. Dann kam aber plötzlich die EBA ins Spiel.

    Diese muss allerdings spätestens im April 2019 die neuen Räumlichkeiten beziehen können. Das klingt nach einer sportlichen Aufgabe, und das sieht auch Weiss so. Die Entscheidung auf EU-Ebene fällt Mitte November, danach weiß man, ob man auf der Liegenschaft Büros für die EBA mit rund 5100 m² Nutzfläche bauen wird, mit vielen Archivflächen im Untergeschoß – oder doch noch das Wohnprojekt. (mapu, 30.10.2017)

    • Linke Wienzeile 216: Hier würde die BIG den EBA-Standort bauen.
      foto: putschögl

      Linke Wienzeile 216: Hier würde die BIG den EBA-Standort bauen.

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