Besser Sparbuch als Bestattungskosten-Versicherung

    25. Oktober 2017, 07:26
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    Das Sparbuch sei deutlich billiger und erfülle den gleichen Zweck wird im "Konsument" vorgerechnet

    Wien – Wer vor seinem Tod beizeiten vorsorgen und sichergehen will, dass die Begräbniskosten gedeckt sind, sollte das Geld dafür auf ein Sparbuch legen und es einem Freund anvertrauen oder den Bestatter im Voraus bezahlen. Denn eine Bestattungskosten-Versicherung kommt deutlich teurer, rechnet das Verbrauchermagazin "Konsument" in seiner Novemberausgabe vor.

    In Österreich bieten elf Versicherungen eine Bestattungskostenversicherung an. Die Versicherungssummen rangieren üblicherweise zwischen 2.000 und 20.000 Euro, die Ansparzeiten zwischen fünf und zehn Jahren. Ausnahmen sind in beiden Fällen möglich. "Konsument" hat die Versicherungen um Angebote für eine Musterperson ersucht und dabei beträchtliche Unterschiede festgestellt: So müsste man beim günstigsten Anbieter für eine Versicherungssumme von 10.000 Euro über zehn Jahre insgesamt 11.300,40 Euro einzahlen, beim teuersten sogar 13.808,20.

    Bei der Sparbuch-Variante wären für eine Endsumme von 10.000 Euro über zehn Jahre bei ein Prozent Verzinsung jährlich 959,52 einzuzahlen – die Kapitalertragssteuer ist dabei bereits abgezogen. Allerdings rät "Konsument", das Sparbuch einem Angehörigen oder Freund anzuvertrauen, weil das Geld sonst in die Erdmasse einfließt und für das Begleichen der Begräbniskosten zunächst nicht zur Verfügung steht.

    Eine weitere Möglichkeit wäre, sich direkt an einen Bestatter zu wenden und die Rechnung im Voraus zu begleichen, rät das Magazin. Denn ein Sparbuch könnte auch zweckentfremdet werden. (APA, 25.10.2017)

    • Die Unterschiede zwischen den Angeboten sind laut Autoren sehr unterschiedlich.
      foto: apa/gindl

      Die Unterschiede zwischen den Angeboten sind laut Autoren sehr unterschiedlich.

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