Kurden verschieben Parlaments- und Präsidentenwahl im Nordirak

    24. Oktober 2017, 14:15
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    Wahl wird um acht Monate verschoben – Grund: Wegen Unruhen noch keine Kandidaten benannt

    Die für den 1. November geplanten Parlaments- und Präsidentenwahlen in der autonomen Kurden-Region im Nordirak werden um acht Monate verschoben. Das teilte das kurdische Regionalparlament am Dienstag mit. Am Montag hatte die Wahlkommission erklärt, die Parteien hätten wegen der Unruhen in der Region nach dem umstrittenen Unabhängigkeitsreferendum vom 25. September noch keine Kandidaten für beide Wahlen benannt.

    Bei dem Referendum stimmten die Kurden für die Unabhängigkeit von der Zentralregierung in Bagdad. Auch Nachbarstaaten wie der Iran und die Türkei kritisierten das Votum scharf. Die irakische Regierung entsandte Anfang Oktober die Armee in die von den Kurden kontrollierten Gebiete um Mossul und Kirkuk. Daraufhin zogen sich die kurdischen Peschmerga-Kämpfer auch aus Gebieten, die sie von der Terrormiliz "Islamischer Staat" erobert hatten, wieder auf Positionen zurück, die etwa den Grenzen des kurdischen Autonomiegebiets entsprechen. (Reuters, 24.10.2017)

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