Spanische Touristin in Rio versehentlich von Polizei erschossen

    23. Oktober 2017, 19:03
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    Weil Auto nicht sofort anhielt, wurde offenbar Feuer eröffnet

    La Rioja – Die Polizei in Rio de Janeiro hat bei einem Kampfeinsatz in einer Favela versehentlich eine Touristin aus Spanien erschossen. Wie das Portal "O Globo" berichtete, hatte die Polizei am Montag ein Auto mit sechs Touristen stoppen wollen. Weil das Auto nicht sofort anhielt, sei das Feuer eröffnet worden. Die getötete Frau war 67 Jahre alt.

    In der größten Favela der Olympiastadt von 2016, Rocinha, ist seit Wochen die Lage extrem angespannt, Polizei und Soldaten versuchen mit Razzien und Kampfeinsätzen, die Macht der Drogenbanden zu brechen. Vor der Attacke auf das Touristen-Auto waren Polizisten von Drogenhändlern angegriffen worden. Zwei Polizisten wurden bei den Schusswechseln verletzt.

    Rocinha galt lange Zeit als befriedet und ist ein beliebtes Ausflugsziel von Touristen, die das Leben in den Armenvierteln mit ihren an die steilen Hänge gebauten Häusern kennenlernen wollen. Wegen starker Sparzwänge unter anderem bei der Polizei hat sich im Jahr nach Olympia die Sicherheitslage sehr verschlechtert, die Regierung hat 8.500 Soldaten geschickt, die bis Anfang 2018 helfen sollen, Gewalt und Kriminalität einzudämmen. (APA, 23.10.2017)

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