Toshiba droht Verlust wegen Versteuerung von Chipsparten-Verkauf

    23. Oktober 2017, 11:54
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    Jahresverlust von 825 Mio. Euro erwartet – Verkauf der Sparte an US-Finanzinvestor Bain Capital soll 15 Mrd. Euro einbringen

    Die Verzögerung beim Verkauf der Chipsparte droht Toshiba die Jahresbilanz zu verhageln. Wie der japanische Elektronik-Konzern am Montag mitteilte, könnten die fälligen Steuern für die Sparte unter dem Strich zu einem Verlust von 110 Mrd. Yen (rund 822 Mio. Euro) im Geschäftsjahr führen.

    Gewinn von 230 Mrd. Yen erwartet

    Bisher wurde ein Gewinn von 230 Mrd. Yen erwartet. Nicht in die Berechnung einbezogen sind die umgerechnet fast 15 Mrd. Euro, die der Verkauf der Sparte an ein Konsortium um den US-Finanzinvestor Bain Capital einbringen soll. Da die Behörden meist mindestens sechs Monate für eine Genehmigung benötigen, würde der Kauferlös möglicherweise erst nach dem Ende des Geschäftsjahres im März auf das Konto von Toshiba eingehen.

    Das Toshiba-Führungsgremium hatte nach einem unerwartet langen Bieterstreit im September den Verkauf seiner Chipsparte an Bain beschlossen. Western Digital will das Geschäft stoppen. Sollten die Japaner nicht ihre Schulden unter Kontrolle bekommen, droht ihnen der Rausschmiss aus der Tokioter Börse. (APA, 23.10. 2017)

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