Bericht: Mehr CIA-Agenten für Jagd auf Taliban nach Afghanistan

    23. Oktober 2017, 11:16
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    Strategiewechsel des US-Auslandgeheimdienstes – Verdeckte Ermittlungen

    Kabul – Der US-Auslandsgeheimdienst CIA schickt laut einem Bericht der "New York Times" mehr Agenten nach Afghanistan, um radikalislamische Taliban zu jagen und zu töten. In dem in der Nacht zum Montag veröffentlichten Artikel heißt es, die hoch erfahrenen Männer würden zusammen mit afghanischen Kräften ins Feld geschickt.

    Der Anstieg der verdeckten Operationen bedeute einen Strategiewechsel für die CIA, die sich in Afghanistan bisher vor allem auf die Verfolgung von Al-Kaida-Kämpfern und auf die Unterstützung für den afghanischen Geheimdienst konzentriert habe.

    Mehr verborgene Kampfaktivitäten

    Die Teams bestünden aus kleinen Einheiten, geleitet von paramilitärischen Offizieren der "Abteilung für Spezialaktivitäten". Die Einheiten seien schon im ganzen Land aktiv gewesen. "Ihnen wurde vorgeworfen, bei Razzien und Luftangriffen rücksichtslos afghanische Zivilisten zu töten", schreiben die Autoren des Artikels.

    Die CIA werde "Missionen von Militäreinheiten verstärken, was bedeutet, dass der Öffentlichkeit mehr amerikanische Kampfaktivitäten verborgen bleiben", heißt es weiter. In der Vorstellung seiner neuen Afghanistanstrategie hatte US-Präsident Donald Trump im August angekündigt, dass er die Beschränkungen für die Jagd auf Taliban lockern werde. Sie sollen "zerquetscht" werden.

    Die Taliban haben vor allem auf den deutlichen Anstieg der US-Luftangriffe in der vergangenen Woche schon serienweise mit Offensiven und Anschlägen in vielen Provinzen geantwortet. Mehr als 200 afghanische Sicherheitskräfte und Zivilisten starben. (APA, 23.10.2017)

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