Deutsche Postbank-Beschäftigte stimmen für unbefristeten Streik

22. Oktober 2017, 13:04
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Gewerkschaft fordert fünf Prozent Lohnerhöhung und längeren Kündigungsschutz – Nächste Verhandlungsrunde am Montag

Bonn/Frankfurt – Im Tarifstreit für die rund 18.000 Beschäftigten der deutschen Postbank drohen nun unbefristete Streiks. In einer Urabstimmung hätten 97,7 Prozent der Beschäftigten für unbefristete Arbeitsniederlegungen gestimmt, teilte die Gewerkschaft Verdi am Sonntag mit. An diesem Montag gehen die Verhandlungen in die vierte Runde.

"Das Ergebnis zeigt deutlich, dass die Beschäftigten mit großer Entschlossenheit zu den Forderungen stehen", sagte Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck. Wenn es am Montag wieder zu keiner Einigung komme, könnte die Gewerkschaft ihre Mitglieder zum unbefristeten Ausstand aufrufen, drohte er.

Längerer Kündigungsschutz gefordert

In der bisher letzten Verhandlungsrunde vor knapp einem Monat hatte das Unternehmen ein Angebot vorgelegt, das neben einer Anhebung der Löhne und Gehälter um insgesamt 2,5 Prozent auch einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis zum 30. Juni 2019 vorsieht. Verdi fordert, bei der Integration der Postbank in das Privat- und Firmenkundengeschäft der Deutschen Bank den Kündigungsschutz bis Ende 2022 zu verlängern und verlangt fünf Prozent mehr Geld. (APA, 22.10.2017)

  • 97,7 Prozent der Postbankmitarbeiter haben für einen Streik gestimmt.
    foto: reuters/michael dalder/illustration/file photo

    97,7 Prozent der Postbankmitarbeiter haben für einen Streik gestimmt.

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