89 Tote nach zwei Moschee-Anschlägen in Afghanistan

    21. Oktober 2017, 12:37
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    Attentäter sprengt sich in schiitischer Moschee in Kabul in Luft – Weiteres Attentat auf Moschee im Zentrum des Landes

    Kabul – Nach zwei Anschlägen auf Moscheen in Afghanistan ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 72 gestiegen. Bei einem Selbstmordattentat in einer sunnitischen Moschee in der zentralafghanischen Provinz Ghor seien mindestens 33 Menschen getötet worden, sagte der dortige Polizeichef Mohammed Ikbal Nisami am späten Abend. Zuvor hatte das afghanische Innenministerium noch 20 Tote gemeldet.

    Bei dem Selbstmordanschlag in einer schiitischen Moschee in Kabul sind nach Angaben des Innenministeriums 56 Menschen ums Leben gekommen. Außerdem seien 55 Menschen verletzt worden. Die Moscheen waren am für Muslime heiligen Freitag voll besetzt. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat sich zu dem Anschlag bekannt.

    USA und Deutschland verurteilen Anschläge

    Die USA verurteilten beide Anschläge. "Im Angesicht dieser unsinnigen und feigen Taten ist unser Engagement für Afghanistan unerschütterlich", erklärte die Sprecherin des Außenministeriums, Heather Nauert, in einer Mitteilung. Die USA stünden an der Seite der Menschen in Afghanistan und unterstützten ihre Bemühungen für Frieden und Sicherheit weiterhin, fügte sie hinzu. Den Angehörigen der Getöteten gelte das Mitgefühl der US-Regierung.

    Auch die deutsche Bundesregierung hat die Anschläge auf zwei Moscheen in Afghanistan "auf das Schärfste" verurteilt. Die Anschläge in der Hauptstadt Kabul und in der zentralen Provinz Ghor hätten sich gegen Menschen gerichtet, "die in der Moschee ihre Religion ausüben wollten", erklärte am Samstag ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin. Diese "sinnlose Gewalt" sei "durch nichts zu rechtfertigen".

    Der Ministeriumssprecher versicherte, dass Deutschland "weiter entschlossen an der Seite der Menschen in Afghanistan" stehe. "Zusammen mit der internationalen Gemeinschaft werden wir Afghanistan weiter beim Wiederaufbau und der Stabilisierung des Landes unterstützen", erklärte er. (APA, 20.10.2017)

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