St. Pöltens zwölfter Anlauf auf ersten Sieg

20. Oktober 2017, 16:04
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Unter Lederer holten Niederösterreicher erst einen Punkt – LASK-Trainer Glasner für SKN-Coach "interessantester Trainer in Österreich" – Pogatetz wieder fit

St. Pölten/Linz – Schlusslicht SKN St. Pölten nimmt am Samstag (18.30 Uhr) den bereits zwölften Anlauf auf den ersten Saisonsieg in der Fußball-Bundesliga. Nach elf Spielen mit nur zwei Punkten soll im Heimspiel gegen Aufsteiger LASK in der NV Arena ein erster Befreiungsschlag gelingen. Die Oberösterreicher strotzen auch nicht gerade vor Selbstvertrauen, sind mittlerweile auch schon vier Spiele sieglos.

Nur ein Punkt aus vier Spielen unter Lederer

Der Vorsprung des Sechsten auf das Tabellenende beträgt trotzdem beruhigende elf Zähler. Das wollen die Niederösterreicher ändern. "Unsere Serie wird immer länger, damit auch die Wahrscheinlichkeit größer, dass sie endlich einmal zu Ende geht", sagte St. Pöltens Trainer Oliver Lederer. Unter der Führung des Nachfolgers von Jochen Fallmann gab es in vier Partien bisher nur einen Punkt, zuletzt setzte es ein 0:1 bei Rapid.

Lederer ist trotzdem guten Mutes. "Wir haben diese Woche gut gearbeitet, die Mannschaft macht einen sehr guten Eindruck", betonte der 39-Jährige. Mit Ausnahme der verletzten Daniel Luxbacher und Devante Parker kann der SKN-Coach aus dem Vollen schöpfen. An der Ausgangslage ändert das aber grundsätzlich nichts. "Wir sind Letzter, für uns ist jedes Spiel schwierig, gegen uns sind alle in der Favoritenrolle", sagte Lederer. Aufpassen heißt es für sein Team vor allem zu Beginn, haben die Linzer doch schon sechs Tore in der Anfangsviertelstunde erzielt, sind damit die Nummer eins der Liga.

Dass die Ergebnisse der auswärts noch sieglosen Linzer in den letzten Wochen "nicht so überragend" waren, ist Lederer nicht verborgen geblieben. "Sie haben aber eine sehr interessante Mannschaft, es ist unangenehm gegen sie zu spielen", weiß der Ex-Admira-Coach. Ein besonderes Kompliment hatte er für sein Gegenüber parat: "Sie haben für mich mit Oliver Glasner den zur Zeit interessantesten Trainer in Österreich."

Linzer auf der Suche nach Balance

Glasner verlor mit seiner Truppe zuletzt 2:4 bei der Admira und 1:3 gegen Salzburg. Siege gab es auch zuvor beim WAC (0:0) und gegen Mattersburg (2:2) nicht. "Wir haben in den letzten Spielen zu viele Gegentore kassiert, brauchen eine bessere Balance zwischen Offensive und Defensive", gab der LASK-Coach Einblick. Mit einem Ende der sieglosen Serie bietet sich für die Oberösterreicher die Chance, sich schon 14 Punkte vom zehnten Platz abzusetzen. "Ende Oktober rechne ich aber sicher noch nicht", schilderte der 43-Jährige.

Drei Punkte sind klarerweise das Ziel. "Wir respektieren jeden Gegner, egal wie die aktuelle Form ist. St. Pölten setzt mit Lederer wieder auf die fußballerische Note, es wird nicht leicht", rechnete Glasner mit harter Gegenwehr. Das war auch bereits beim 2:0-Erfolg in Linz am 5. August der Fall. "Da haben Kleinigkeiten entschieden", erinnerte der Ex-Salzburg-Co-Trainer. Er hat Abwehr-Routinier Emanuel Pogatetz wieder zur Verfügung. James Holland noch nicht, er könnte nächste Woche wieder ins Training einsteigen. Rajko Rep fehlt wegen seiner Schambeinentzündung noch länger. (APA, 20.10.2017)

Technische Daten und mögliche Aufstellungen:

SKN St. Pölten – LASK (St. Pölten, NV Arena, Samstag, 18.30 Uhr, SR Grobelnik). Bisheriges Saisonergebnis: 0:2 (a)

St. Pölten: Riegler – Stec, Diallo, Petrovic, Bajrami – Martic – Schütz, Ambichl, Rasner, Hofbauer – Riski

Ersatz: Vollnhofer – Muhamedbegovic, Mehmedovic, Huber, Ingolitsch, Balic, Sobczyk, Davies, Thürauer, Entrup, Doumbouya, Pak

Es fehlen: Luxbacher, Parker (beide verletzt)

LASK: Pervan – Ramsebner, Trauner, Pogatetz – Ranftl, Erdogan, Michorl, Ullmann – M. Berisha, Goiginger, Gartler

Ersatz: A. Schlager – Luckeneder, Wiesinger, Bruno, Reiter, Riemann, Alan, Raguz

Es fehlen: Rep (Schambeinentzündung), Holland (Zehenverletzung), Joao Victor (Dopingsperre)

  • Oliver Lederer denkt positiv: "Unsere Serie wird immer länger, damit auch die Wahrscheinlichkeit größer, dass sie endlich einmal zu Ende geht."
    foto: apa/hans punz

    Oliver Lederer denkt positiv: "Unsere Serie wird immer länger, damit auch die Wahrscheinlichkeit größer, dass sie endlich einmal zu Ende geht."

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