Wie hat Ihnen "Blade Runner 2049" gefallen?

    Umfrage23. Oktober 2017, 08:13
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    Kann das Sequel mit dem Original mithalten? Stimmen Sie ab, und teilen Sie Ihre Meinung im Forum!

    Nur noch zwei Jahre entfernt ist das Zukunftsszenario, das der Noir-Science-Fiction-Film "Blade Runner" entworfen hat. Ridley Scott verfilmte im Jahr 1982 die auf einem Philip-K.-Dick-Roman basierende Geschichte über den "Blade Runner" Deckard, der im Jahr 2019 eine Gruppe auf die Erde geflohener Replikanten aus dem Verkehr ziehen soll.

    Nun ist die Fortsetzung, "Blade Runner 2049", verfilmt vom kanadischen Regisseur Denis Villeneuve, in den Kinos. Ins Rollen gebracht werden hier die Ereignisse durch die Erkenntnis, dass Replikanten sich fortpflanzen können – und wie bereits im Original, steht die Frage im Raum, was uns eigentlich zu Menschen macht. Wie schon vor 35 Jahren blieb auch hier der Erfolg beim Publikum zunächst hinter den Erwartungen zurück. Es bleibt abzuwarten, ob das Sequel schafft, was dem Vorgänger letztendlich gelungen ist: einer der wichtigsten und einflussreichsten Science-Fiction-Filme aller Zeiten zu werden.

    Was sagen die Kritiker?

    Der "New York Times" hat er gefallen, doch der Vorgänger schneidet im Vergleich besser ab: "Wie bei jedem großartigen Film kann bei Scotts 'Blade Runner' nicht gespoilert werden. Wiederholtes Anschauen lohnt sich, denn seine Geheimnisse sind zu tiefgehend, um gelöst werden zu können, und hängen nicht von der Reihenfolge des Geschehens ab. Villeneuves Film dagegen ist ein sorgfältig konstruiertes narratives Puzzle, dessen Kraft schwindet, je mehr sich die Stücke zu einem Ganzen fügen." Auch in der "Zeit" heißt es, dass "eine ähnliche Situation von Erweckung und Erneuerung" wie im Vorgängerfilm diesmal nicht zu erwarten war, dennoch habe es "Villeneuve verstanden, das Genre noch einmal zu beleben und zu bereichern".

    Was wollen die Androiden?

    Im Magazin "Variety" ist man der Meinung, dass das "Blade Runner"-Sequel dem Original mehr als gerecht wird: "Während Ridley Scott fünf verschiedene Versionen des Filmes brauchte, um die Frage von Philip K. Dicks Roman, "Träumen Androiden von elektrischen Schafen?", zufriedenstellend zu beantworten (von denen vier die Annahme nahelegen, dass der Regisseur selbst nicht verstanden hat, was das faszinierendste an seinem Film ist), schafft es Villeneuve gleich beim ersten Versuch.

    Dabei geht er von der Annahme aus, dass wenn Androiden träumen, es ihr innerster Wunsch ist, menschlich zu sein. Im "Guardian" kommt man auf das "Frauenproblem" des Films zu sprechen: "Besonders verstört die Figur der Joi." Sie erscheint "als Hologramm, wie und wann er es wünscht, trägt und sagt, was am besten für seine Stimmung ist. Wie soll man einen Helden bewundern, dessen zentrale Beziehung die zu einer eigens geschaffenen Frau ist, die jeder seiner Forderungen folgt und ein- und ausgeschaltet werden kann, wie es ihm beliebt?"

    Regisseur Villeneuve erzählt im STANDARD-Interview über die große Herausforderung, diesen Film zu machen: "Ich habe lange gebraucht, um das Risiko zu akzeptieren: Wie würden die Reaktionen ausfallen? Ich sagte am Anfang zu Ryan Gosling, dass wir zum Scheitern verurteilt sind. Aber dann habe ich damit meinen Frieden gemacht. Sobald man das akzeptiert, tief im Inneren, ist man frei. Wir konnten tun, was wir wollten. Es ist eine künstlerische Geste, ein Liebesbrief."

    Was sagen Sie?

    Wie hat Ihnen der Film gefallen? Hält er dem Vergleich mit dem Vorgänger aus dem Jahr 1982 stand? Welche Szenen in beiden Filmen fanden Sie besonders beeindruckend? Stimmen Sie ab, und teilen Sie Ihre Meinung im Forum! (aan, 23.10.2017)

    • Ein düstere Vision der Zukunft: "Blade Runner 2049".
      foto: warner bros. entertainment inc

      Ein düstere Vision der Zukunft: "Blade Runner 2049".

    • imdb

      Die beiden Trailer im Vergleich.

    • guillermo st

      Der berühmte "Tears in Rain"-Monolog von Roy (Rutger Hauer) im "Blade Runner"-Original.

    • the new york times

      Eine Filmszene aus "Blade Runner 2049", erklärt von Regisseur Villeneuve.

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