Iran will Raketenprogramm trotz US-Drohungen vorantreiben

    19. Oktober 2017, 12:10
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    Teheran: Reaktion auf "feindliches Vorgehen" von US-Präsident Donald Trump gegen die Revolutionsgarden

    Ankara – Der Iran will sich dem Druck der USA nicht beugen und sein umstrittenes Raketenprogramm mit voller Kraft vorantreiben. Als Reaktion auf "das feindliche Vorgehen" von US-Präsident Donald Trump gegen die Revolutionsgarden werde das Programm mit noch höherem Tempo ausgeweitet, erklärte die paramilitärische Organisation am Donnerstag über die halbamtliche Nachrichtenagentur Tasnim.

    Trump will die Gangart gegenüber dem Iran verschärfen. Vor einer Woche kündigte er Sanktionen gegen die Revolutionsgarden an. Diese sind nicht nur der mächtigste Zweig der Sicherheitskräfte in der Islamischen Republik. Ihnen untersteht auch ein gigantisches Unternehmensimperium.

    Der US-Präsident drohte zudem mit einer Aufkündigung des internationalen Atomabkommens von 2015, dessen Geist er unter anderem wegen wiederholter Raketentests des Iran verletzt sieht. Die USA befürchten, der Iran könnte die Raketen mit nuklearen Sprengsätzen versehen. Die Regierung in Teheran weist derartige Pläne zurück. Der Iran hat stets beteuert, an dem nach eigener Darstellung rein defensiven Raketenprogramm festzuhalten, das auch vonseiten der Europäischen Union kritisiert wird. (Reuters, 19.10.2017)

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