Mutmaßlicher Schütze nach Schießerei im US-Staat Maryland gefasst

    19. Oktober 2017, 06:32
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    Drei Tote und mehrere Schwerverletzte – Gezielter Angriff auf Arbeitgeber – Motiv noch unklar

    Washington/Wilmington – Nach einer Schießerei im US-Staat Maryland mit drei Toten und zwei Schwerverletzten hat die Polizei den mutmaßlichen Schützen gefasst. Der 37 Jahre alte Radee Prince sei am Abend festgenommen worden, teilte die Polizei in Wilmington im benachbarten Staat Delaware am Mittwoch mit.

    Der Mann war nach der ersten Schießerei in einem Gewerbegebiet in einem Auto nach Delaware geflohen, wo es laut Polizei eine zweite Schießerei gab, bei der ein weiterer Mensch verletzt wurde.

    Bei der ersten Schießerei in Edgewood im Nordosten von Maryland habe es sich offenbar um einen gezielten Angriff auf eine Küchenplanungsfirma gehandelt, sagte der Sheriff des Bezirks Harford, Jeffrey Gahler. Der Mann habe seit vier Monaten in dem Unternehmen gearbeitet, auf dessen Gelände sich die Schießerei ereignete. Die Opfer waren demzufolge Angestellte des Unternehmens Advanced Granite Solutions.

    Motiv unklar

    Der Verdächtige sei vorbestraft und habe mit einer Pistole geschossen, erklärte der Sheriff. Das Tatmotiv sei noch unklar. Nach dem Vorfall sei der Mann nach Delaware geflohen, wo sich in der Stadt Wilmington eine zweite Schießerei ereignete. "Die Opfer und der Verdächtige kannten sich", teilte die Polizei von Wilmington mit. In Wilmington habe der Mann Angehörige gehabt.

    Wegen der Schießerei in Maryland musste der Drehort der US-Serie "Houes of Cards" abgesperrt werden, der sich in der Nähe des Tatorts befindet, wie das Magazin "Variety" berichtete. "Schießerei in der Nähe des Sets von House of Cards", erklärte der Produzent der Serie, Dana Brunetti, auf Facebook. Auch mehrere Schulen in Edgewood wurden geschlossen, solange die Fahndung lief.

    In den USA sind tödliche Schießereien an der Tagesordnung. Die tödlichste Schießerei der vergangenen Jahrzehnte in den USA ereignete sich am 1. Oktober in Las Vegas, als Stephen Paddock mit Schüssen aus einem Hotel 58 Besucher eines Open-Air-Konzertes tötete und Hunderte weitere verletzte. Allein heuer gab es in den USA 285 Schießereien. (APA, 19.10.2017)

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