Lufthansa-Chef will Flughafensicherheit vom Staat bezahlen lassen

17. Oktober 2017, 15:29
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Spohr kritisiert, dass die Kosten in anderen Ländern vom Staat übernommen werden. Dadurch würde ein Wettbewerbsnachteil für die hiesige Branche entstehen

Brüssel/Frankfurt – Fluglinien sollen nach Aussage von Lufthansa-Chef Carsten Spohr nicht mehr die Kosten der Sicherheitschecks an Airports schultern. Europäische Fluggesellschaften zahlen allein dieses Jahr 600 Millionen Euro für die Sicherheit, wie Spohr am Dienstag auf einer Luftfahrtkonferenz in Brüssel sagte. "In den USA übernimmt die Kosten der Staat."

Der Faktor werde zunehmend zu einem Wettbewerbsnachteil für die hiesige Branche, da die Ticket-Preise fielen, während die Kosten für die Sicherheitsabfertigung der Passagiere gleichzeitig aber stiegen. Das Probleme werde noch größer, da die Zahl der Fluggäste in Europa heuer zum ersten Mal die Marke von einer Milliarde knacken werde.

Ticketpreise wegen Kontrollen höher

Die Fluglinien in Europa bekommen die Kosten für die Passagierkontrollen von den Airports in Rechnung gestellt und schlagen den Posten den Flugtickets zu. Die Ticketpreise steigen damit. Das System der Kontrollen sei zudem in diesen Sommer an seine Grenzen gekommen, da viele Sicherheitschecks an europäischen Airports unterbesetzt gewesen seien, sagte Spohr. Hauptgründe seien die Komplexität an den Flughäfen sowie der mangelnde Einsatz von Technologien bei der Ausweiskontrolle und der Durchleuchtung der Passagiere gewesen. (APA, Reuters, 17.10.2017)

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