Montan-Uni Leoben startet Studienprogramm mit China

    17. Oktober 2017, 13:28
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    Jährlich können 20 Studierende aus Schanghai ihre Bachelorarbeit in der Obersteiermark schreiben

    Leoben – Die Montanuniversität Leoben (MUL) vertieft ihre Beziehungen zu Ostchina. Wie das Department für Kunststofftechnik mitteilte, hat das chinesische Bildungsministerium ein Bachelor-Studienprogramm zwischen der MUL und der East China University of Science and Technology (ECUST) in Schanghai genehmigt. Das Programm startet im Herbst 2018, erste Austauschstudenten werden 2021 nach Leoben kommen.

    Das "Undergraduate Education Program in Polymer Science and Engineering" sieht vor, dass Bachelor-Studierende nach fünf Semestern Studium an der ECUST drei weitere Semester an der Montanuniversität Leoben verbringen. Zur Vorbereitung für ihren Aufenthalt in Österreich absolvieren die Studierenden bereits in Schanghai Deutschkurse. Innerhalb der drei Semester in Leoben können sie sich in das Fach Kunststofftechnik vertiefen, besuchen weitere Sprachkurse und verfassen ihre Bachelorarbeit, die vom ECUST als Abschlussarbeit anerkannt werde, wie es in der Mitteilung am Dienstag hieß.

    Details noch in Ausarbeitung

    Vorgesehen ist auch, dass Kunststofftechnik-Professoren aus Leoben einzelne Lehrveranstaltungen in Schanghai abhalten. Die Anzahl der chinesischen Studierenden, die nach Leoben kommen dürfen, wurde auf 20 beschränkt. Die Details zum gemeinsamen Curriculum sind noch in Ausarbeitung.

    Die Montanuniversität Leoben bildet seit rund 50 Jahren Kunststofftechniker aus. Mittlerweile wird in Lehre und Forschung der gesamte Produktzyklus – vom Rohstoff bis zum Recycling – abgedeckt. Eine Kooperation mit der ECUST in Schanghai besteht bereits seit mehreren Jahren und mündet nun in einem gemeinsamen Curriculum. Die ECUST wurde 1952 als Institut für Chemische Technologie Ostchinas in Schanghai gegründet und befindet sich in staatlicher Trägerschaft. Sie verfügt über 15 Fakultäten an drei Standorten mit insgesamt mehr als 33.000 Studierenden und 3.500 Lehrenden. (APA, 17.10.2017)

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