Für Leipzig muss gegen Porto ein Sieg her

16. Oktober 2017, 12:37
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Trainer Hasenhüttl: "Sonst ist der Zug abgefahren" – Real Madrid empfängt Tottenham zum Gruppengipfel

Leipzig – Nach dem Erfolg in Dortmund braucht RB Leipzig auch in der Champions League dringend ein Erfolgserlebnis, um die Chance auf den Sprung in die K.-o.-Phase aufrechtzuerhalten. Nach zwei Runden halten die Deutschen bei nur einem Zähler, am Dienstag (20.45 Uhr) kommt der FC Porto nach Leipzig. Titelverteidiger Real Madrid trifft im direkten Duell um den dritten Erfolg im dritten Gruppenspiel im Bernabeu-Stadion auf Tottenham. Manchester City steht zu Hause gegen Napoli auf dem Prüfstand.

"Jetzt müssen wir gegen Porto gewinnen, sonst ist der Zug abgefahren", sagte Ralph Hasenhüttl. Mit einem Sieg würde Leipzig die Portugiesen in der Tabelle hinter sich lassen. Die Trendwende eingeläutet haben soll das 3:2 in Dortmund. Stürmer Yussuf Poulsen sprach vom "besten Auftritt in dieser Saison", Sportdirektor Ralf Rangnick ortete "sicherlich zusätzlichen Rückenwind".

Porto in der Liga noch ungeschlagen

Beim 1:1 gegen Monaco und vor allem dem 0:2 bei Besiktas hatten die Leipziger mit Stefan Ilsanker, Marcel Sabitzer und Konrad Laimer ihre Stärken in der Champions League noch nicht ausspielen können. In Istanbul schied Stürmer Timo Werner verletzt aus, von einer Blockade der Halswirbelsäulen-Muskulatur war die Rede. Der deutsche Teamspieler fehlte seither, könnte aber gegen Porto ein Comeback geben. Am Samstag gegen Dortmund blieb er noch auf der Bank.

Porto verlor zum Auftakt gegen Besiktas, holte aber dann drei Punkte gegen Monaco. In der Liga ist Porto noch ungeschlagen, gewann zum Auftakt sieben Spiele in Serie und trennte sich zuletzt 0:0 von Verfolger Sporting Lissabon.

Benzemas Rückkehr

Real baut gegen Tottenham auf die Rückkehr von Karim Benzema. Der Franzose und Cristiano Ronaldo standen am Wochenende erstmals seit dem gewonnen Finalspiel gegen Juventus Turin gemeinsam auf dem Rasen und schrieben beim 2:1 gegen Getafe jeweils zum ersten Mal an. "Es war gut, dass beide getroffen haben", sagte Trainer Zinedine Zidane.

Tottenham, nach zwei Runden mit sechs Punkten und 6:1 Toren gleichauf mit Real, reist zuversichtlich an. "Man braucht Qualität und den Glauben an sich. Ich denke, wir haben beides und sollten vor niemandem Angst haben", sagte Mittelfeldspieler Christian Eriksen. Gegen Real sei es für jeden ein besonderes Spiel und ein richtiger Gradmesser. Beim letzten Auftritt in Madrid verloren die Engländer in der Saison 2010/11 mit 0:4. Mit Gareth Bale und Luka Modric spielen zwei damalige Spurs-Akteure nun für Real.

Napolis Pressing

Manchester City könnte dem Achtelfinale ebenfalls naherücken. Trainer Pep Guardiola bezeichnete es nach dem 7:2 gegen Stoke City aber als "dumm", Napoli zu unterschätzen, das in der Serie A mit acht Siegen aus acht Runden an der Spitze liegt. In der CL verloren Kapitän Marek Hamsik und Co hingegen in der ersten Runde bei Schachtar Donezk mit 1:2.

"Ich werde meinen Spielern zeigen, wie Napoli agiert. Napoli kann dich mit dem hohen Pressing killen", sagte Guardiola. Selbst ist City national ebenfalls in beeindruckender Verfassung. Sieben Siege und ein Remis in acht Runden stehen zu Buche. In der Champions League gab es ein 4:0 gegen Feyenoord und ein 2:0 gegen Donezk. (APA, red, 16.10.2017)

  • Im Spotlight der Champions League.
    foto: ap

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