Papst: "Hunger ist keine unheilbare Krankheit"

    16. Oktober 2017, 12:15
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    Die Zahl der Hungernden auf der Welt steigt: Papst Franziskus bezieht Stellung und fordert zu Handlungen auf

    Papst Franziskus hat am Montag die Welternährungsorganisation FAO an ihrem Sitz in Rom besucht und dabei einen Appell zum entschlossenen Handeln gegen Hunger und Klimawandel gerichtet. "Es ist klar, dass die Kriege und die klimatischen Veränderungen Hunger verursachen, vermeiden wir es also, ihn als eine unheilbare Krankheit darzustellen", sagte der Papst.

    Franziskus drängte auch auf einen "Weltpakt für eine sichere, geregelte und geordnete Einwanderung", an der die UNO bereits arbeite. Dieser Pakt müsse von den Regierungen im Einklang mit dem internationalen Recht unterstützt werden. Mit "Liebe und Intelligenz" müsse dieser Pakt auch umgesetzt werden, dessen Sieg die "Begegnung unter Völkern" sei, sagte der Papst in seiner Ansprache.

    Der Papst plädiert auch für Abrüstung, um Konflikte zu überwinden. Er beklagte außerdem erneut, dass sich Staaten "aus Ungnade" aus dem Pariser Klimaabkommen zurückziehen. Die Folgen der klimatischen Veränderungen seien täglich sichtbar, mahnte der Papst.

    Klimawandel als Mitverursacher

    Anlass des Besuchs ist der Welternährungstag unter dem Thema "Die Zukunft der Migration ändern". Der Papst traf mit FAO-Generaldirektor Jose Graziano da Silva, mehreren Landwirtschaftsministern der G7-Staaten sowie dem EU-Kommissar für Agrarwirtschaft, Phil Hogan, zusammen.

    Der diesjährige Welternährungstag findet nach Aussage der FAO in einer Zeit statt, da der Hunger erstmals seit Jahrzehnten wieder ansteigt. Neben weiterer Armut und extremen Wetterbedingungen, die bedingt seien durch den Klimawandel, sei Hunger ein wesentlicher Grund für die steigende Migration, so die FAO. Ende Juli hatte der Papst nach Angaben der FAO erstmals 25.000 Euro gespendet als "symbolischen Beitrag" für den Kampf der Organisation gegen Hunger und Nahrungsmittelunsicherheit in Ostafrika. (APA, 16.10.2017)

    Zum Weiterlesen:

    Krankheiten und Todesfälle: Die WHO-Statistik

    Epigenetik: Bürde der Vergangenheit

    Was Angst und Hunger verbindet

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