Opel Grandland X: C'est la vie

    20. Oktober 2017, 13:39
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    Als Leichtgewicht in der boomenden SUV-Mittelklasse stellt Opel jetzt den neuen Grandland X auf. Fesch und talentiert ist er, nur Allrad hat er keinen

    Frankfurt – Kaum rühren französische Köche in den deutschen Töpfen, kommt Geschmackvolles auf den Tisch. Unter dem Diktat des neuen Eigentümers PSA (Peugeot/ Citroën) zieht modernes, trendiges Leben in Opels träge Mitte, die bisher von den wenig inspirierten Meriva und Zafira bespielt wurde.

    foto: opel
    Technisch auf dem Peugeot 3008 basierend, hat Opel beim Grandland X trotzdem ein eigenständiges Erscheinungsbild hinbekommen. Von der Größe her matcht er sich mit VW Tiguan und Konsorten.

    Natürlich macht man auf SUVs, deren nährende Absatzzahlen und furiose Prognosen jeden Modellstrategen zum Taubenfüttern schicken. Den Mokka X hatte man schon, dann kam der kleine Crossland X, und nun wird der Grandland X aufgetragen, der dem VW Tiguan in den relevanten Maßen nachgeschneidert ist und als Schwestermodell 3008 schon bei Peugeot angenehm auffiel – klare, muskulöse Linien, aufrechte Gestalt, Geländewagenlook: So geht Kombi heute.

    foto: opel
    Das Grandland X-Heck.

    Auch wenn er so ausschaut, ist der Grandland X kein Abenteurer. Auf Allradantrieb wurde verzichtet, dafür hat man ihm die elektronische Traktionskontrolle IntelliGrip mit fünf Modi untergejubelt, wobei man nicht davon ausgehen braucht, dass die smarten Urbanisten mit Ausflugsfreude, für die das Auto ersonnen wurde, den Drehknopf häufig auf "Sand" oder "Geröll" stellen werden.

    foto: opel
    Der Innenraum des neuen SUV.

    Auf niedriges Gewicht getrimmt und auf solide Technik gestützt, bewegt sich der Grandland X leichtfüßig in der Stadt und laufruhig über Land, kommt vernünftigerweise mit bescheidenen PS-Zahlen aus (130 PS vom 3-Zylinder-Benziner bzw. 120 PS als Diesel), die wohl keinen Beschleunigungsrausch erzeugen, aber gütig und gelassen den mobilen Alltag bewältigen. Für eine flottere Lebensart wird nächstes Jahr ein 180-PS-Motor sorgen, für die grüne Weste in weiterer Folge Opels erster Plug-in-Hybrid.

    foto: opel
    Mehr als 1600 Liter passen ins Heck des Grandland X.

    Der Innenraum erzeugt durch schiere Größe auf allen Plätzen, formidable Sitze und die hübsche Einrichtung eine Feel-Good-Atmosphäre, die mit aktuellen Smartphone-Vernetzungen den eigenen vier Wänden kaum nachsteht. Dazu kommen Assistenzsysteme, die in einer Großzügigkeit verbaut wurden, die man auch nicht alle Tage erlebt. Ihre Aufzählung würde den kleinen Bericht sprengen.

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    Der Grandland X wird einen guten Start hinlegen. Nicht zuletzt wegen des sehr fairen Einführungspreises von 22.190 Euro. (Andreas Hochstöger, 20.10.2017)

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    Opel

    Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die Teilnahme an internationalen Fahrzeug- und Technikpräsentationen erfolgt großteils auf Basis von Einladungen seitens der Automobilimporteure oder Hersteller. Diese stellen auch die hier zur Besprechung kommenden Testfahrzeuge zur Verfügung.

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