Nationalratswahl: ÖVP klar Erste, SPÖ Zweite, Grüne verpassen Einzug

    Infografik19. Oktober 2017, 23:07
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    Das Endergebnis bringt nur minimale Änderungen der Stimmenanteile

    Wien – Am späten Donnerstagabend hatte das lange Warten ein Ende: Nach mehreren Verzögerungen wurden auch die letzten Wahlkarten der Nationalratswahl 2017 ausgezählt und ein Endergebnis inklusive Wahlkarten veröffentlicht. Die Wahlkartenauszählung bewirkte demnach nur minimale Änderungen an den bereits bekannten Hochrechnungen.

    Die ÖVP kommt demnach auf 31,5 Prozent (+ 7,5 Prozentpunkte), die SPÖ wird zweitstärkste Partei mit 26,9 Prozent, die FPÖ erreicht mit 26,0 Prozent den dritten Platz (+ 5,5 Prozentpunkte). Die Neos ziehen mit 5,3 Prozent ebenso in den Nationalrat ein wie die Liste Pilz mit 4,4 Prozent.

    Die Grünen verpassen mit 3,8 Prozent und einem Verlust von 8,6 Prozentpunkten knapp den Einzug in den Nationalrat. Schlussendlich fehlten für den Einzug ins Parlament mehr als 10.000 Stimmen.

    Die Länder haben bei der Nationalratswahl durchaus unterschiedlich gewählt. Sechs von ihnen setzten die ÖVP an die Spitze, Wien und das Burgenland die SPÖ und Kärnten die Freiheitlichen. Auf Platz zwei steht in fünf Ländern die FPÖ, in Kärnten und Oberösterreich die SPÖ – und im Burgenland sowie seit Auszählung der Briefwahl auch in Wien die ÖVP.

    Die Grünen sind die vierte Partei, die sich – 31 Jahre nach ihrem Einzug – wieder aus dem Nationalrat verabschieden muss. Das Team Stronach ging freiwillig, es löste sich während der vergangenen Periode selbst auf. Das BZÖ flog nach der Wahl 2013 aus dem Parlament und die KPÖ bereits im Jahr 1959. Mit der Liste Pilz zog die zehnte Partei in der Zweiten Republik in den Nationalrat ein.

    Höchste Wahlbeteiligung seit 2002

    Die Wahlbeteiligung ist dabei gestiegen wie nie zuvor in der Zweiten Republik. Mit einem Plus von 5,09 Punkten erreichte sie einen Wert von genau 80,00 Prozent. Das war seit 2002 nicht mehr der Fall, seither nutzten immer weniger als vier Fünftel ihr Wahlrecht. Und anders als 2013 waren diesmal die Nichtwähler nicht die größte sondern hinter ÖVP, SPÖ und FPÖ nur die viertgrößte "Fraktion". (red, APA, 19.10.2017)

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