Verfassungsschutz untersucht Überwachung von Journalisten

    12. Oktober 2017, 20:42
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    Hinweise auf Observation von Journalisten, die über Silberstein-Affäre berichtet haben – "Presse" erstattete Anzeige gegen unbekannt

    Wien – Das Wiener Landesamt für Verfassungsschutz hat Ermittlungen aufgenommen, ob Journalisten, die über die vom ehemaligen SPÖ-Berater Tal Silberstein beauftragten Facebook-Seiten gegen ÖVP-Chef Sebastian Kurz berichtet haben, observiert wurden, um deren Quellen offenzulegen. "Presse"-Chefredakteur Rainer Nowak bestätigte der APA eine entsprechende Anzeige der zuständigen "Presse"-Redakteurin.

    Die Journalistin machte nach der Veröffentlichung der ersten Berichte vor knapp zwei Wochen die Wahrnehmung, dass sie von einer Person verfolgt werde. Darüber hinaus wurde sie von Dritten darauf hingewiesen, dass sie observiert werden könnte. Am Donnerstag erfolgte in Abstimmung mit der "Presse"-Chefredaktion eine Anzeige gegen unbekannt.

    Verdachtsmomente bei Verfassungsschutz

    Ähnliche Hinweise gab es auch in Richtung des Nachrichtenmagazins "Profil", erklärte dessen Chefredakteur Christian Rainer. Allerdings habe der bei "Profil" mit der Geschichte betraute Journalist selbst keine Wahrnehmung punkto Überwachung gemacht.

    Laut krone.at nimmt man die Angelegenheit beim Verfassungsschutz ernst. Es gebe demnach Verdachtsmomente, dass mehrere Journalisten von einer israelischen Securityfirma überwacht worden sein könnten, die in den vergangenen Wochen von vertraulichen Quellen Informationen über die Dirty-Campaigning-Aktionen Silbersteins erhalten haben. (APA, 12.10.2017)

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