Post-Chef: Finanzdienstleistungen mit anderer Bank oder doch Bawag

    12. Oktober 2017, 20:12
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    Pölzl zur "Presse": Entweder neuer Partner "oder Bawag in einer neuen Konstellation" – Banken ebenso willkommen wie Versicherungen

    Wien – Trotz der von der Bawag Bank geplanten Beendigung der Kooperation mit der Österreichischen Post will Post-Chef Georg Pölz "auch nach 2020 Finanzdienstleistungen anbieten" können – "entweder mit einem neuen Partner oder mit der Bawag in einer neuen Konstellation". Das sagte Pölzl der "Presse" (Freitag-Ausgabe).

    Doch Letzteres, also eine weitere Zusammenarbeit mit der demnächst ebenfalls börsennotierten Bawag, scheint wohl unwahrscheinlich: Die beiden liefern sich in einem Schiedsgerichtsverfahren einen Schlagabtausch vor allem um die Entgelte, die die Bank an die Post entrichtet und noch zahlen muss, erinnert die Zeitung.

    Für eine neue Konstellation habe man eine Interessentensuche bereits im Juni ausgeschrieben "und schon viele Rückmeldungen erhalten", sagt Pölzl. Bei der Partnersuche sei man offen: Banken seien ebenso willkommen wie Versicherungen, aus dem In- wie dem Ausland. Mit der Erste Group soll es schon Gespräche gegeben haben.

    Wifo-Bankenexperte Thomas Url geht wegen der Komplexität nicht davon aus, dass die Post selbst eine Bank gründen wird, sagte er am Donnerstag im Ö1-"Mittagsjournal" des ORF-Radio. Er erwartet, dass sie sich einen anderen Bankpartner sucht. Derzeit haben die Partner 433 gemeinsame Filialen, die Bawag hat 74 eigene Filialen und will diese auf rund 100 aufstocken. (APA, 12.10.2017)

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