Synthetische Haut imitiert Tarnfähigkeit von Tintenfischen

13. Oktober 2017, 09:00
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Material ermöglicht beliebig variierbare 3D-Textur

Ithaka/Wien – Kraken gelten als Meister der Tarnung. Die Kopffüßer besitzen nicht nur die Fähigkeit, ihre Farbe ihrer Umgebung anzupassen, sie sind auch in der Lage, ihre Körperoberfläche der unmittelbaren Umwelt anzugleichen. Nun ist es Forschern von der Cornell University in Ithaca, New York, gelungen, ein Material zu entwickeln, das der Octopustarnfähigkeit sehr nahe kommt.

Die von James Pikul und seinem Team hergestellte synthetische Haut besteht aus einem Fasernetz, das in Silikon eingebettet ist. Analog zur Unterhautmuskulatur der Kraken lässt sich das pneumatisch steuerbare Material so verändern, dass eine beliebig variierbare 3D-Textur entsteht, wie die Wissenschafter in "Science" berichten.

Beliebig steuerbar

Im Detail besteht das Material aus ringförmigen Papillen-ähnlichen Strukturen, deren Höhe sich lokal beliebig manipulieren lässt. "Frühere Experimente haben bereits einige ausgeklügelte Möglichkeiten zur Steuerung von weichen Materialen hervorgebracht, wir aber wollten einen einfachen Weg gehen, der uns eine schnelle und einfache Kontrolle gibt", erklärt Pikul. (tberg, 13.10.2017)

  • Kraken und Tintenfische (im Bild Sepia apama) können auch ihre Hautstruktur anpassen, um sich zu tarnen. Nun haben US-Wissenschafter ein Material entworfen, das ähnliche Fähigkeiten besitzt.
    foto: roger hanlon

    Kraken und Tintenfische (im Bild Sepia apama) können auch ihre Hautstruktur anpassen, um sich zu tarnen. Nun haben US-Wissenschafter ein Material entworfen, das ähnliche Fähigkeiten besitzt.

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