Zwei Männer in Salzburg bei Autokauf im Internet betrogen

    12. Oktober 2017, 15:14
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    Schaden beläuft sich auf mehrere tausend Euro

    In Salzburg sind am Donnerstag zwei Betrugsfälle in Verbindung mit Gebrauchtwagenverkäufen im Internet bekannt geworden. Bereits im Mai hatte ein 42-jähriger Tiroler einen als voll funktionstüchtig beschriebenen Pkw von einem in Salzburg lebenden Rumänen gekauft. Der Wagen stellte sich aber später als schrottreif heraus. Im zweiten Fall ging ein 29-Jähriger einer Internetbetrügerin auf den Leim.

    Auto unter falschem Namen im Internet angeboten

    Der beschuldigte Rumäne (36) bot den Pkw damals unter falschem Namen auf einer Online-Plattform zum Verkauf an. Der Tiroler interessierte sich für das Auto. Bei einem Treffen erklärte der Rumäne, den Pkw im Namen eines im Kaufvertrag angeführten 79-jährigen Österreichers zu verkaufen und pries das Auto als technisch einwandfrei an. Es kam zum Deal, der Käufer bezahlte mehrere tausend Euro. In einer Werkstätte wurde später allerdings festgestellt, dass der Wagen ein "wirtschaftlicher Totalschaden" ist. Die Polizei forschte nun den Verkäufer aus. Dieser gestand die Fälschung des Kaufvertrags, nicht aber den Betrug. Der 36-Jährige wird angezeigt.

    Kaum Hoffnung auf Wiedergutmachung dürfte sich hingegen ein 29-jähriger Salzburger machen. Dieser wurde Ende September im Internet auf einen BMW 530d aufmerksam, der um 2.500 Euro zum Verkauf angeboten wurde. Die Verkäuferin erklärte nach einer Kontaktaufnahme, sie habe in Österreich als Architektin gearbeitet und sei nun wieder in Norwegen. Er könne das Auto kaufen, es werde ihm kostenlos zugestellt. Allerdings müsse er eine Anzahlung in Höhe von 1.250 Euro leisten. Der Salzburg willigte ein – und erhielt auch eine Rechnung einer Spedition mit Sitz in Oslo.

    Überweisung über Konto in Spanien

    In weiterer Folge wurde ihm von der Spedition mitgeteilt, dass das Auto vom Zoll in Tschechien aufgehalten worden sei. Er müsse nun auch den Rest des Kaufpreises überweisen, was der 29-Jährige auch tat. In beiden Fällen wurden die Überweisungen über Verlangen der Spedition auf ein Konto in Spanien durchgeführt. Wie die Polizei berichtet, wurde der vereinbarte Liefertermin aber nicht eingehalten. Stattdessen teilte die Spedition dem Käufer mit, dass die Verkäuferin den Auftrag storniert habe und er sein Geld zurück bekommen werde, was dann aber nicht der Fall war. Weder die Spedition, noch die "Verkäuferin" reagierten auf weitere Reklamationen. Die Ermittler gehen davon aus, dass weder das Auto, noch die Verkäuferin noch die Spedition tatsächlich existieren. (APA, 12.10.2017)

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