Nicht auf allen Schweizer Banknoten ist Kokain

11. Oktober 2017, 11:43
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Nur 16 Prozent des Schweizer Geldes wies in einer aktuellen Untersuchung Drogenspuren auf. Jetzt wird sie auf Euro ausgedehnt

Bern – Dank der Diplomarbeit eines Schweizer Grenzwächters ist eine moderne Sage widerlegt. Entgegen der weitverbreiteten Annahme hat es nicht auf allen Banknoten Kokain. Im Grunde ging es bei der Arbeit um die Anwendung der Prüfgeräte.

Die Prüfgeräte der Grenzwache messen Ionen von Betäubungsmitteln oder Sprengstoffen, wie der Zeitschrift "Forum Z" der Eidgenössischen Zollverwaltung vom Mittwoch zu entnehmen ist. Das geschieht aufgrund von Abstrichen.

Für die Diplomarbeit zur höheren Fachprüfung untersuchte der Grenzwächter mit dieser Methode Banknoten verschiedenster Herkunft. Dabei berücksichtigte er auch Orte, wo mit einer höheren Kontamination zu rechnen war – etwa Bars oder Bahnhöfe.

Dabei stellte sich heraus, dass nur 16 Prozent des untersuchten Schweizer Geldes Drogenspuren aufwiesen. Nun untersucht der Grenzwächter Euronoten. Seine Diplomarbeit wurde übrigens mit der Höchstnote seines Jahrgangs belohnt.

  • Bargeldspürhündin Voxi ist für das Erschnüffeln von Bargeld zuständig. Ob Drogenspuren darauf zu finden sind, findet ein Prüfgerät heraus.
    foto: ap/daniel maurer

    Bargeldspürhündin Voxi ist für das Erschnüffeln von Bargeld zuständig. Ob Drogenspuren darauf zu finden sind, findet ein Prüfgerät heraus.

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