Slim Fit, fette Schmutzkübel, Kasperln und ein Krokodil

10. Oktober 2017, 16:12
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Dirty Campaigning löst einiges an Missvergnügen, Abscheu und sogar Ekel in der Wählerschaft aus. Darüber, wer dafür verantwortlich ist, teilen sich die Meinungen. Wer dagegen davon profitiert, erscheint klar. Ein Blick ins Leserbriefpostfach

Kasperltheater

Es ist unbeschreiblich, welch dummes Kasperltheater uns seit Tagen und Wochen geboten wird! Ei gentlich handelt es sich um eine Nationalratswahl, doch Perversion hat sich breitgemacht. Es geht kaum noch um Sachargumente, sondern es wird mit Nebelkerzen und Sprengstoff hantiert. Die Kandidaten der Parteien eignen sich sichtbar besser als Werbekasperln bei XXXLutz.

Keine Partei begreift, dass dieses "Spiel" verhängnisvoll ist und das Vertrauen in unsere Demokratie zerstört. Der Wähler muss sich hierzu seine Gedanken machen!

Man kann zu Recht besorgt sein und beim Lesen der Frühstückszeitung oder bei den abendlichen Nachrichten um einen "Eimer" bitten. Vielleicht handelt es sich aber auch nur um "Kasperl und das Krokodil", und nach der Wahl geht alles weiter wie gehabt?!

Beifall für dieses Kasperltheater wird es sicher nicht geben.

Knut Schiecke, 9062 Moosburg

Des Pudels Kern

Das also ist des Pudels Kern. Die Tat: Fake-News, Lügen, Verleumdung der politischen Gegner. Der Täter: die SPÖ.

Das "Anpatzen" betreffend "Wer hat was wann warum wem aus der Giftküche weitergegeben?" soll Klarheit verwischen und geht daher am Kern vorbei. Zur Schadensbegrenzung hätte Bundeskanzler Kern wohl besser spätestens Mitte August die Kampagne komplett einstellen und sich bei den politischen Gegnern entschuldigen müssen, statt zu warten, bis Stück für Stück das Übel ans Licht kommt.

Die Schlammschlacht ist abstoßend und ein Schaden für Demokratie und politische Kultur im Lande. Ein Wettbewerb um die beste Politik für die Zukunft wäre für die Wähler interessant sowie gut und wichtig für Österreich!

Reinhold Christian, 1160 Wien

Einer lügt

Die Lage ist ganz einfach die: Eine der beiden Großparteien lügt gewaltig – man wird bis zur Wahl nicht zweifelsfrei feststellen können, welche; und falls man eine dieser beiden Parteien hätte wählen wollen – jetzt ginge das auf keinen Fall mehr.

Peter Tertinegg, 8042 Graz

Kompetenter Berater

Sebastian Kurz strebt ein Gesetz gegen Dirty Campaigning an. Eine gute Idee. Einen kompetenten Berater hat er ja in der eigenen Partei. Reinhold Lopatka hat sich vor einigen Monaten gerühmt, in Amerika Dirty Campaigning studiert zu haben, schrieb eine kleinformatige Tageszeitung. Mit den aktuellen Vorkommnissen hat der natürlich nichts zu tun.

Karlheinz Seitlberger, Wolfern

Bananenrepublik

Der derzeitige "Wahlkampf" der SPÖ ist an Niedertracht und Gemeinheit einer Demokratie absolut unwürdig, das Ansehen der Po litik und Österreichs Ansehen im Ausland werden massiv geschädigt. Sind das die Menschen, die unser Land regieren sollen?

Statt sachlicher Auseinandersetzung wird nur versucht, den politischen Gegner fertigzumachen. Der Wähler wendet sich angewidert ab. Sollte diese Strategie wider Erwarten erfolgreich sein, überlege ich auszuwandern, suche allerdings noch die passende Bananenrepublik, um keinen allzu großen Kulturschock zu erleiden. Ein empörter, zorniger Österreicher.

Wolfgang Meindl, 3033 Altlengbach

Ehrlose Gesellen

Dieser machtgeilen SPÖ sind die Argumente ausgegangen, und so ist ihnen jedes Mittel recht, um ihre Pfründen zu verteidigen. Ich spreche hier nicht vom einfachen SPÖ-Wähler, dem ich einfach nur rate, sich seine "Genossen" im Parlament doch einmal genauer anzuschauen. Sie haben es zu was gebracht – und er?

Jetzt soll Kurz zurücktreten, wie dieses Auslaufmodell Matznetter fordert? Weil er diesen nie gewählten Slim-Fit-Kanzler wie versprochen persönlich nicht angepatzt hat und dieser im Gegenzug einen kriminellen Schmutzkübelspezialisten geholt hat? Für sagenhafte 500.000 Euro (!) Steuergeld haben Kern und sein Team nicht nur versucht, Kurz massiv anzupatzen, sondern es ist ihnen damit auch gelungen, Österreich einen gewaltigen Imageschaden im Ausland zuzufügen.

Diese ehrlosen Gesellen bedenken natürlich auch nicht, dass man ja nach dem 15. Oktober wieder im Sinne des ganzen Landes zusammenarbeiten muss. Wie soll das mit solchen Meuchlern gehen?

Helmut Mitter, 4181 Oberneukirchen

Unprofessionelles Gehabe

Das Verhalten beider Parteien grenzt immer mehr ans Widerwärtige und Lächerliche! Merkt man nicht, dass die Strategien sowohl der Liste Kurz wie auch der SPÖ eigentlich kontraproduktiv verlaufen? Der Vorteil, der anscheinend von der Liste Kurz gemacht worden ist, wird mit diesem Säbel gerassel ad absurdum geführt.

Beide Parteien dürfen sich nicht wundern, wenn die Umfragewerte demnächst weiter in den Keller rasseln werden, wenn man mit solchem unprofessionellem Gehabe fortfährt. Immer nur nach dem Richter zu rufen kann die Speerspitze gegen sich selbst umdrehen. Wie sich die beiden Noch -Regierungsparteien verhalten, ist wahrlich beschämend, in keiner Weise staatstragend und der ÖVP wie der SPÖ extrem abträglich.

Beide Gruppierungen sollten in tern einen Strich unter der leidigen Angelegenheit machen, ehe noch mehr Porzellan zerbrochen wird.

Peter E. Drechsler, 6900 Bregenz

Freut sich der Dritte

Der Gewinner der Schmutzschlacht wird die FPÖ sein, das haben vor allem die Sozialdemokraten zu verantworten, die ja selber mit der FPÖ keine Regierung bilden wollen – der Bundespräsident wird dann vor einem Dilemma stehen.

Ulrich Habsburg-Lothringen, 9400 Wolfsberg (10.10.2017)

  • Anfang 2017 forderte die SJ vom Kanzler Grundsätze und Haltungen ein. Ganz durchgedrungen scheint sie in der Löwelstraße nicht zu sein.
    foto: sj

    Anfang 2017 forderte die SJ vom Kanzler Grundsätze und Haltungen ein. Ganz durchgedrungen scheint sie in der Löwelstraße nicht zu sein.

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