Fall Lucile: Mordanklage in Deutschland erhoben

10. Oktober 2017, 11:48
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Deutsches Gericht hofft auf Prozessbeginn vor Jahresende – Innsbrucker Staatsanwaltschaft wartet noch auf Ermittlungsergebnisse aus Deutschland

Freiburg/Innsbruck – Im Fall zweier getöteter junger Frauen in Kufstein und Endingen hat die Staatsanwaltschaft in Deutschland Mordanklage gegen einen 40-jährigen Rumänen erhoben. Ihm wird zudem besonders schwere Vergewaltigung zur Last gelegt, berichteten deutsche Medien. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck wartet indes noch auf Ermittlungsergebnisse aus Deutschland.

Man erwarte, dass diese demnächst eintreffen, sagte Staatsanwaltschaftssprecher Hansjörg Mayr. Dann werde man auch in Österreich das Verfahren gegen den Tatverdächtigen abschließen. Wann Anklage erhoben werde, könne man derzeit noch nicht sagen. Mayr ging davon aus, dass zunächst der Prozess in Deutschland abgehalten wird und dann jener in Innsbruck.

Rumänischer Fernfahrer angeklagt

"Es gibt eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass noch 2017 über ein mögliches Verfahren entschieden wird", sagte ein Sprecher des Landgerichts Freiburg am Dienstag. Falls das geschehe, wäre ein Prozessbeginn vor Jahresende "der Wunsch". Derzeit laufe das Zwischenverfahren. Der Verdächtige und seine Verteidigung hätten Zeit für Anmerkungen zur Anklageschrift, parallel prüfe das Landgericht die Verfahrenseröffnung.

Der im Juni festgenommene rumänische Fernfahrer soll für den Tod der 27-jährigen Joggerin in Endingen und der französischen Austauschstudentin Lucile K. in Kufstein verantwortlich sein. Die 27-jährige Deutsche war am 10. November 2016, vier Tage nach ihrem Verschwinden, in einem Waldstück nahe ihrem Wohnort gefunden worden. Sie war vergewaltigt und umgebracht worden.

Die Leiche der Französin, die in Kufstein studiert hatte, hatten Polizisten am 12. Jänner 2014 am Ufer des Inns entdeckt. Todesursache waren laut Obduktion heftige Schläge auf den Kopf. Taucher fanden schließlich die Tatwaffe im Inn. (APA, 10.10.2017)

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