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    Dünnes Glas mit großem Potenzial

    10. Oktober 2017, 12:02

    Die Anwendung von sehr dünnem Glas im Gebäudebau ist das Forschungsthema des neuen Josef Ressel Zentrums an der FH JOANNEUM. Im Jänner 2017 wurde es feierlich in Graz eröffnet.

    Glas, das nicht viel dicker ist als ein Blatt Papier, soll in Zukunft für Stützen, Träger oder spezielle Arten von Fassadensystemen in und an Gebäuden eingesetzt werden. Die Forschung dazu wird ab sofort im neuen Josef Ressel Zentrum für Dünnglastechnologie und deren Anwendung im Bauwesen betrieben. Das Forschungszentrum ist Teil des Instituts Bauplanung und Bauwirtschaft der FH JOANNEUM.

    Dünnglas kann sowohl in der Fassade als auch im Innenbereich zur Anwendung kommen. Durch neuartige Konzepte können innovative Gestaltungen der Außenhüllen von Gebäuden entstehen. Diese Fassaden können zum Beispiel adaptiv beziehungsweise beweglich sein und sich damit der Umwelt anpassen. Die Verformbarkeit ermöglicht neuartige Lösungen für Stützen, Träger oder Wandverkleidungen für den Innenraumbereich.

    Durch seine hohe Flexibilität eröffnen sich auch neue und innovative Anwendungsgebiete für Glas als Element im Bauwesen. Bei viele Konstruktionen, wie zum Beispiel beim Isolierglas, können die Glasdicken reduziert werden. Was wiederum eine Reduktion der verwendeten Glasmengen und somit eine Schonung der Umweltressourcen bedeutet.

    Forschungsschwerpunkte Prüfszenarien und Tragverhalten

    Ein Aufgabenbereich des neuen Josef Ressel Zentrums ist die Erforschung neuartiger Prüfszenarien für die Bestimmung der Biegezugfestigkeit von Dünnglas. "Die etablierten Prüfverfahren für Glas im Gebäudebau können nicht einfach auf Dünnglas übertragen werden. An solchen Verfahren für Glas unter zwei Millimetern wird jetzt beispielsweise im Josef Ressel Zentrum geforscht", erläutert Jürgen Neugebauer, Leiter des Josef Ressel Zentrums und Lehrender am Institut Bauplanung und Bauwirtschaft.

    Der Doppelring Biegeversuch und andere Prüfverfahren müssen für Glas unter zwei Millimetern Dicke angepasst werden.

    Ein weiterer Forschungsschwerpunkt befasst sich mit dem Tragverhalten von Dünnglas, das durch die Geometrie des Glases und durch die Verbindung mit anderen Bauteilen mitbestimmt wird. Der Einfluss der Lagerausbildung und des Klebers wird dabei untersucht.

    Für das neue Josef Ressel Zentrum hat die FH JOANNEUM starke Partner gefunden: das Bundeministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW), die Christian Doppler Forschungsgesellschaft sowie die Unternehmen LISEC Austria GmbH und SFL technologies GmbH.

    • Innovative Dünnglastechnologie und deren Anwendung im Bauwesen werden im neuen Josef Ressel Zentrum erforscht.
      foto: fh joanneum

      Innovative Dünnglastechnologie und deren Anwendung im Bauwesen werden im neuen Josef Ressel Zentrum erforscht.

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