Nach Facebook entdeckt auch Google Wahlanzeigen aus Russland

    9. Oktober 2017, 14:22
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    Laut "Washington Post" wurden Zehntausende Dollar ausgegeben

    Russische Auftraggeber haben einer Zeitung zufolge auch über Google versucht, Einfluss auf die US-Präsidentenwahl zu nehmen. Der Suchmaschinenbetreiber habe erstmals Hinweise auf entsprechende Anzeigen auf YouTube und bei anderen Produkten entdeckt, berichtete die "Washington Post" am Montag unter Berufung auf mit den internen Ermittlungen vertraute Personen.

    Für Zehntausende Dollar

    Dabei seien nach ersten Erkenntnissen Zehntausende Dollar ausgegeben worden. Hinter den Anzeigen stehe offenbar eine andere Gruppe als hinter denen auf Facebook. Dies könne darauf hindeuten, dass die mutmaßliche russische Desinformationskampagne größer als bislang bekannt angelegt sei.

    Eine Stellungnahme der Alphabet-Tochter war zunächst nicht zu erhalten. Google ist der weltgrößte Online-Anzeigenbetreiber und YouTube die größte Video-Plattform im Netz.

    Facebook hatte im September erklärt, in den Monaten vor und nach der Wahl 2016 seien etwa 3.000 Anzeigen mit polarisierenden Inhalten geschaltet worden. Die Auftraggeber säßen vermutlich in Russland. Auch Twitter sprach von Anzeigen, die von Russland ausgegangen seien. Vertreter der drei Tech-Konzerne dürften am 1. November vor dem Kongress über die Vorgänge aussagen.

    Moskau weist Anschuldigungen zurück

    Nach Einschätzung der US-Geheimdienste beeinflusste die russische Regierung die Präsidentschaftswahl im vergangenen Jahr. Die Regierung in Moskau hat dies zurückgewiesen. US-Präsident Donald Trump hat erklärt, es habe keine Kooperation zwischen seinem Wahlkampfteam und Russland gegeben. Mehrere US-Ermittlergruppen befassen sich mit den Vorgängen. (Reuters, 9.10.2017)

    • Auch bei Google wurden dubiose Werbeanzeigen entdeckt.
      foto: reuters/mike blake

      Auch bei Google wurden dubiose Werbeanzeigen entdeckt.

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