Autokonvoi Wolfgang Sobotkas in Unfall verwickelt

7. Oktober 2017, 23:06
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Ein Begleitfahrzeug des Innenministers geriet wegen eines Rehs auf die Gegenfahrbahn und stieß frontal mit einem entgegenkommenden Wagen zusammen

Griffen – Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) ist am Samstagabend auf der Packer Bundesstraße bei Völkermarkt in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt gewesen, bei dem ein 48-jähriger Klagenfurter und sein neunjähriger Sohn schwer verletzt wurden. Ein Begleitfahrzeug des Ministers prallte vermutlich wegen Wildwechsels frontal ins Auto des Klagenfurters, berichtete die Landespolizeidirektion Kärnten.

Sobotka war demnach nicht in den Unfall involviert, der sich rund 400 Meter nach der Autobahnabfahrt Völkermarkt-Ost in Fahrtrichtung Griffen ereignete. Der Minister sei im ersten Fahrzeug des Konvois gesessen, das dem querenden Wild ausweichen konnte. Das zweite Fahrzeug mit drei Cobra-Personenschützern sei dagegen beim Abbrems- und Ausweichmanöver auf die linke Fahrbahnseite geraten. Dabei sei das von einem 48-jährigen oberösterreichischen Polizeibeamten gelenkte Auto in das entgegenkommende Auto des Klagenfurters geprallt.

Neunjähriger in künstlichem Tiefschlaf

Die drei Cobra-Beamten wurden "relativ leicht verletzt", sagte Polizeisprecher Rainer Dionisio. Der Klagenfurter wurde hingegen im Fahrzeug eingeklemmt und erlitt schwere Verletzungen, ebenso wie sein am Rücksitz mitfahrender Sohn. Der Lenker wurde ins Unfallkrankenhaus Klagenfurt gebracht, sein Sohn in die Kinderabteilung des Klinikums Klagenfurt am Wörthersee. Der Neunjährige wird intensivmedizinisch betreut und befindet sich im künstlichen Tiefschlaf. Der Zustand sei aber stabil, sagte Kabeg-Sprecherin Kerstin Wrussnig am Sonntag.

Die Staatsanwaltschaft hat einen Sachverständigen bestellt, der den Unfall untersuchen wird: "Das ist ein üblicher Vorgang bei schweren Unfällen", so Dionisio. An der Unfallstelle gilt demnach eine 80-km/h-Beschränkung, "laut ersten Zeugenbefragungen war das Dienstauto zum Unfallzeitpunkt mit unter 50 km/h unterwegs".

Sobotka war wegen eines "Sicherheitstermins" bei der Polizeidirektion Griffen in der Gegend unterwegs gewesen, sagte Dionisio. Laut dem ORF Kärnten wollte Sobotka von dort zum St. Veiter Wiesenmarkt weiterfahren. Bereits im August des vergangenen Jahres war ein Auto des Innenministers in einen Auffahrunfall verwickelt. Ein nachfolgender Pkw mit Leibwächtern des Ministers fuhr damals auf das Heck des Dienst-BMW auf. Verletzt wurde dabei niemand. (APA, 7.10.2017)

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    foto: apa/gert eggenberger
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