Trump setzt Islamabad unter Druck

    7. Oktober 2017, 15:11
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    Entsendung von Tillerson und Mattis – Islamabad wegen ambivalenter Haltung zu Islamisten in der Kritik

    Washington/Islamabad – US-Präsident Donald Trump entsendet in den kommenden Wochen seine engsten diplomatischen und militärischen Berater nach Pakistan und erhöht damit den Druck auf Islamabad, dem Washington ein zu lasches Vorgehen gegen islamistische Gruppen vorwirft.

    Außenminister Rex Tillerson werde Ende des Monats in die pakistanische Hauptstadt reisen, verlautete am Freitag von mehreren ranghohen US-Vertretern in Washington. Ihm folge Verteidigungsminister James Mattis.

    Auch der pakistanische Außenminister Khawaja Asif bestätigte Tillersons geplanten Besuch in Islamabad.

    Mehrere "Druckmittel"

    Trump und Tillerson hatten Pakistan Ende August aufgrund seiner ambivalenten Haltung gegenüber den islamistischen Taliban mit dem Verlust seines Sonderstatus als Verbündeter der USA gedroht. Sollte Islamabad seine Position zu den zahlreichen islamistischen Organisationen auf pakistanischem Boden nicht ändern, habe Washington mehrere "Druckmittel" an der Hand, sagte Tillerson damals. Kürzung der Hilfen, Strafmaßnahmen oder Aberkennung des Privilegiertenstatus – all das sei "auf dem Tisch".

    Pakistan ist eines der 16 Länder, die nicht Mitglieder der NATO-Militärallianz, aber privilegierte Partner der USA sind. Der Status sieht eine enge militärische Zusammenarbeit mit Washington vor. Trump erklärte wiederholt, zu Pakistan als "Zuflucht für Terrororganisationen" könne nicht länger geschwiegen werden. Islambad weist die Vorwürfe zurück und spricht sich für eine Zusammenarbeit mit den USA im Anti-Terrorkampf aus. (APA, 7.10.2017)

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