ÖFB-Team in WM-Quali historisch schlecht

7. Oktober 2017, 12:06
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Platz vier bedeutet Einstellung des Negativrekords

Wien – Seit Freitag ist für Österreichs Fußball-Nationalmannschaft die Einstellung des historisch schlechtesten Abschneidens in einer WM-Qualifikation perfekt. Trotz des 3:2-Heimsieges über Serbien beendet die ÖFB-Auswahl die Gruppe D auf Rang vier. Damit wurde der Tiefpunkt aus der Qualifikation für die WM 1994 erreicht.

Mit Ausnahme dieser beiden Ausscheidungen landete die heimische Nationalmannschaft immer unter den Top-3, seit die Startplätze über eine vor der WM 1966 eingeführte Gruppenphase vergeben werden. Sechsmal – darunter in den drei vorangegangenen WM-Qualifikationen – wurde Österreich Dritter, viermal Zweiter und zweimal Erster.

Insgesamt reichte es zu sieben Teilnahmen am Weltturnier, zuletzt gelang dies 1998. Der Anlauf auf den achten Start beginnt im Herbst 2020. Immerhin wurde Rang vier vor den sieben Punkte zurückliegenden Georgiern abgesichert.

Wichtiger Sieg

Außerdem gelang nach drei Niederlagen der erste Sieg über Serbien, gleichzeitig der erste WM-Quali-Sieg nach drei Partien und damit auch ein wichtiger Erfolg im Hinblick auf die am 24. Jänner in Lausanne stattfindende Auslosung für die im Herbst 2018 startende Nations League. Dort sollte man sich in Liga B wiederfinden. Das Abschneiden in diesem neuen Bewerb ist wiederum entscheidend für die Topf-Einteilung bei der Auslosung der EM-2020-Qualifikation, die im Frühjahr 2019 beginnt.

Daher hat auch das abschließende WM-Qualifikationsspiel am Montag gegen die Republik Moldau eine gewisse Bedeutung. Sollte die ÖFB-Auswahl in Chisinau gewinnen und Marcel Koller wie zu erwarten am 14. November wohl gegen Uruguay nicht mehr auf der Bank sitzen, wäre der Schweizer der erste ÖFB-Teamchef seit Erich Hof, der sich mit einem Sieg von der Nationalmannschaft verabschiedet. Hof bot dem damaligen ÖFB-Präsidenten Beppo Mauhart nach dem 1:0 in der WM-Qualifikation vor eigenem Publikum gegen die Niederlande am 14. November 1984 seinen Rücktritt an, der prompt – und überraschend – angenommen wurde. (APA, 7.10.2017)

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