Wie hat Ihnen "Es" gefallen?

    Umfrage9. Oktober 2017, 07:25
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    Die Schrecken der Kindheit, Freunde und ein tanzender Clown – hat die Stephen-King-Verfilmung Ihre Erwartungen erfüllt? Stimmen Sie ab!

    "Hallo Georgie! Was für ein schönes Boot." So beginnt es, das zyklisch auftretende Grauen in Derry. Alle 27 Jahre wird die Kleinstadt in Maine vom gestaltwechselnden Clown Pennywise heimgesucht, der seine Opfer in den Machtlosen, den Einsamen und den Marginalisierten der Stadt findet. Kein Wunder, dass es ihm die Kinder des Loser's Club angetan haben.
    Von Stephen Kings mehr als 1.000-seitiger Vorlage verfilmte der argentinische Regisseur Andrés Muschietti ("Mama") die erste Zeitebene, der zweite Teil, in dem es um die mittlerweile erwachsenen Freunde gehen wird, kommt voraussichtlich 2019 ins Kino.

    Was sagen die Kritiker?

    Nach der eher enttäuschenden Stephen-King-Verfilmung "Dark Tower" ist "Es" mit Einnahmen von bisher 558 Millionen Dollar der erfolgreichste nicht-jugendfreie Horrorfilm aller Zeiten, noch vor dem "Exorzist". Nicht nur dem Publikum, auch den meisten Kritikern hat "Es" gefallen. Der Konsens ist zumeist: Nicht wahnsinnig originell, aber er funktioniert.

    Das "Rolling Stone"-Magazin fand zwar den Trailer gruseliger als den Film, doch er reiche für einige Albträume aus. Die Charakterzeichnung der Helden des Loser's Club lobt die "Washington Post". Trotz der Klischees, die die Kinder verkörpern, "fühlen sich die Figuren am Ende ganz an und sind unserer Sympathie und Sorge würdig". In der "New York Times" heißt es: "Die Filmemacher respektieren sowohl die beschauliche als auch die infernalische Dimension Stephen Kings literarischer Vision." Man fühle sich in die 80er-Jahre versetzt. "Welch tolle Zeit, Angst zu haben!" Eine verpasste Chance ortet "The Atlantic": Das aktive Wegsehen der Erwachsenen, ihre Gleichgültigkeit und damit ihre Mittäterschaft filmisch auszuloten wäre interessant gewesen. Stattdessen "widmet Muschietti einen Großteil seines filmischen Materials der CGI-unterstützten Verwandlung von Pennywise".

    Den namensgebenden Bösewicht lobt "Die Zeit": "Skarsgård spielt ihn mit einem halb verführerischen, halb selbstironischen Singsang, schwankt mehrmals im Satz zwischen fistelnder Komik und knurrendem Bass." Und stellt eine Theorie auf: "Immer wenn die Erwachsenen die groteske Gewalt Derrys nicht mehr als Skandal wahrnehmen, dann scheinen Pennywise und seine Luftballons nicht weit. Anders gesagt, 'Es' verkörpert das Erwachsenwerden. Pennywise ist die Monstrosität unseres Alltags, die man während des Älterwerdens so leicht verlernt zu bemerken."

    Und in der STANDARD-Kritik heißt es: "Immer wenn rote Luftballons über die Leinwand schweben, kann sich der Besucher verspannen. Gleich wird es wieder laut werden. Dabei psychologisiert Regisseur Andrés Muschietti nicht mehr als nötig. Er bleibt allerdings mit seinen oft als Nummernrevue daherkommenden Schrecken meist auch an der detailverliebt gehaltenen Oberfläche zwischen Ekelkanalisation, Geisterhaus, blutgetränktem Badezimmer oder schlecht beleuchteten Kellern."

    Was sagen Sie?

    Ist der Film Ihren Erwartungen gerecht geworden? Wie fanden Sie die Verfilmung im Vergleich zur Buchvorlage oder zur 90er-Jahre-Miniserie? Und hätten Sie in Sachen Casting etwas zu sagen: Wer soll die Rollen der Erwachsenen im zweiten Teil von "Es" übernehmen? Stimmen Sie ab, und teilen Sie Ihre Meinung im Forum! (aan, 9.10.2017)

    • "Willst du einen Luftballon?"
      foto: warner bros. entertainment inc. and ratpac-dune entertainment llc

      "Willst du einen Luftballon?"

    • team coco

      In echt gar nicht so gruselig: Bill Skarsgård.

    • Blutige Waschbecken bei der "Es"-Österreich-Premiere im Gartenbaukino.
      foto: robert newald

      Blutige Waschbecken bei der "Es"-Österreich-Premiere im Gartenbaukino.

    • the new york times

      Regisseur Muschietti erklärt den Aufbau einer Filmszene.

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