US-Präsidialamt will 29 Milliarden Dollar für Hurrikanhilfe

    Video4. Oktober 2017, 06:04
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    Offizieller Antrag für Mittwoch erwartet – Uno: Wiederaufbau kostet Karibik rund eine Milliarde Dollar pro Insel

    Washington/San Juan – Nach den jüngsten Wirbelstürmen will das US-Präsidialamt beim Kongress Katastrophenhilfe im Ausmaß von 29 Milliarden Dollar beantragen. Davon seien fast 13 Milliarden Dollar für die unmittelbare Unterstützung der Hurrikanopfer vorgesehen, sagte ein Regierungsvertreter am Dienstag.

    Diese Mittel dürften bis zum Jahresende reichen. Ferner solle der Kongress der staatlichen Hochwasserversicherung Schulden in Höhe von 16 Milliarden Dollar erlassen. Denn dem Programm, das rund fünf Millionen Haushalte und Betriebe versichert, gehe schon bald das Geld aus, sagten Kongressmitarbeiter. Der offizielle Antrag wird für Mittwoch erwartet.

    Die jüngsten Wirbelstürme hatten die Bundesstaaten Texas und Florida und das US-Außengebiet Puerto Rico getroffen. Der Hurrikan Maria war der schwerste auf der Karibikinsel seit 90 Jahren. Gouverneur Ricardo Rosello gab nun bekannt, dass die Zahl der Todesopfer von 16 auf 34 gestiegen sei.

    Trump besuchte Puerto Rico

    US-Präsident Donald Trump stattete der Insel am Dienstag einen Besuch ab. Danach äußerte er sich zufrieden mit den Hilfsmaßnahmen der Bundesbehörden. Zuvor war aus Puerto Rico scharfe Kritik an Trumps Katastrophenmanagement laut geworden.

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    Donald Trump verglich in Puerto Rico die jüngsten Wirbelstürme mit Sturm "Katrina".

    UN-Angaben zufolge könnte der Wiederaufbau der karibischen Inseln Dominica, Antigua und Barbuda bis zu eine Milliarde Dollar (850 Millionen Euro) pro Insel kosten. Die Lage auf Dominica habe sich aber deutlich gebessert, seitdem Maria Anfang September fast die gesamte Insel zerstörte, sagte UN-Koordinator Stephen O'Malley am Dienstag. Über das Welternährungsprogramm seien bereits 60 Tonnen Lebensmittel geliefert worden, um fast 30.000 Menschen und damit rund die Hälfte der Bevölkerung zu erreichen.

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    Jimmy Kimmel kommentiert Donald Trumps Besuch in Puerto Rico.

    Auf Barbuda wurden die Betroffenen langsam wieder in ihre Wohngegenden gelassen, um sich ein Bild von ihren zerstörten Häusern zu machen. Die 1.800 Einwohner zählende Insel war wegen des Hurrikans komplett evakuiert worden. Dort wurde auch totes Vieh beseitigt und Chemikalien versprüht, um die Zahl der Mücken zu verringern. (APA, Reuters, dpa, 4.10.2017)

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