Behörden führten im vergangenen Jahr 1.259 Handyortungen durch

    3. Oktober 2017, 15:19
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    16-mal kamen dabei auch IMSI-Catcher zum Einsatz

    1.259 Handyortungen sind in Österreich im vergangenen Jahr aufgrund des Sicherheitspolizeigesetzes durchgeführt worden. Das geht aus der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage durch Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) hervor. Eingebracht hatte die Anfrage der grüne Abgeordnete Albert Steinhauser. Ein Jahr zuvor waren es 1.183 Abfragen, die den Standort des Anrufers orten sollten.

    IMSI-Catcher im Einsatz

    Im vergangenen Jahr nutzen die Behörden dafür auch 16-mal sogenannte IMSI-Catcher. Diese Geräte, die sich zwischen Handys und die gemeinhin als "Handymast" bekannte Basisstation schalten, ermöglichen neben der Standortbestimmung des Handynutzers auch das Abhören von Telefonaten und das Mitlesen von SMS-Nachrichten.

    Ihr Einsatz steht in Österreich auf rechtlich wackeligen Beinen. Daher sollte er im Rahmen des sogenannten "Sicherheitspakts" ausführlich und rechtssicher geregelt werden. Da nur die ÖVP dieses Paket befürwortete, kam es vor der Nationalratswahl jedoch nicht zu einer Umsetzung. (sum, 3.10.2017)

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