Neue Ö1-Signations: Der Aufschrei ist ausgeblieben – mit Umfrage

    Umfrage3. Oktober 2017, 14:22
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    Ö1-Senderchef Peter Klein: "Positive und negative Bewertungen halten sich bis jetzt die Waage"

    Wien – Der Aufschrei ist ausgeblieben, zumindest bis jetzt: Ö1-Senderchef Peter Klein hat mit "wesentlich mehr" Reaktionen gerechnet, als das ORF-Radio am Sonntag die Signations von Werner Pirchner nach 23 Jahren in Pension geschickt hat, um sie mit 200 neuen Variationen von Christian Muthspiel zu ersetzen.

    Stand Dienstagmittag gab es laut ORF rund 30 Reaktionen, die Ö1 via Kundendienst erreichten. Das Spektrum reiche von "großartig" bis "misslungen", sagt Klein im Gespräch mit dem STANDARD. "Positive und negative Bewertungen halten sich bis jetzt die Waage." Nach der musikalischen Politur zum 50-jährigen Senderjubiläum hat Klein mit wesentlich mehr gerechnet, denn: "Das Ö1-Publikum mag Veränderungen nicht besonders gerne."

    Bei der Programmreform, die Anfang Mai implementiert wurde, habe es weit heftigere Reaktionen gegeben. Und: "Normalerweise greifen Leute eher zum Hörer, um sich über etwas zu empören." Nach dem Motto: Nicht aufgeregt ist gelobt genug.

    Hörerschaft informiert

    Dass der große Aufschrei erst kommt, glaubt Klein nicht, obwohl Signations für manche Sendungen noch gar nicht zu hören waren. Die vergleichsweise Milde der tendenziell älteren Ö1-Hörerschaft erklärt sich Klein – neben der gelungenen Arbeit von Muthspiel – mit dem behutsamen Vorgehen des Senders. Mittels Making-of und Pressekonferenz sei das Publikum bereits recht früh damit konfrontiert worden.

    Besonders überraschend sei, dass es zur akustischen Einkleidung jener Sendungen keine Reaktionen gibt, die am häufigsten zu hören sind: Nachrichten und Journale. "Weder positive noch negative", so Klein. (Oliver Mark, 3.10.2017)

    • Ö1-Channelmanager Peter Klein.
      foto: apa/hans klaus techt

      Ö1-Channelmanager Peter Klein.

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