Red Bull auch 2016 hochprofitabel

3. Oktober 2017, 13:43
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Weltweit verkaufte der Salzburger Konzern im vergangenen Jahr über sechs Milliarden Dosen seines Energydrinks

Fuschl/Wien – Das Geschäft mit Energydrinks ist für Red Bull weiterhin sehr profitabel. Bei einem Umsatz von 3,38 Milliarden Euro (+6 Prozent) erzielte die Red Bull GmbH mit Sitz in Fuschl am See (Salzburg) einen Vorsteuergewinn von 702,3 Millionen Euro (+2 Prozent) und einen Jahresgewinn von 526,8 Millionen Euro (+5 Prozent). Die Umsatzrentabilität von Red Bull ohne Tochtergesellschaften lag damit bei hohen 20,8 Prozent.

grafik: apa

Der Betriebsgewinn der Red-Bull-Mutter sank laut kürzlich im Firmenbuch hinterlegten Jahresabschluss vor allem aufgrund von höheren Marketingausgaben um 8,9 Prozent auf 576,9 Millionen Euro. Das Finanzergebnis der Red Bull GmbH stieg im wesentlichen wegen höheren Ausschüttungen von Tochtergesellschaften um 123 Prozent auf 125,4 Millionen Euro, geht aus Daten des "Firmencompass" hervor.

Weltweite Tochtergesellschaften

Die Umsatz- und Gewinnzahlen der Red Bull GmbH beinhalten aber nicht die Ergebnisse der zahlreichen internationalen Tochtergesellschaften. Weltweit verkaufte der Salzburger Energydrinkhersteller im Jahr 2016 rund 6,06 Milliarden Dosen (+2 Prozent) und erzielte einen Umsatz von 6,03 Milliarden Euro (+2 Prozent). Angaben zum Konzerngesamtgewinn werden nicht veröffentlicht. Per Ende 2016 beschäftigte Red Bull 11.865 Mitarbeiter in 171 Ländern, ein Plus von 868 Mitarbeitern gegenüber dem Jahr davor.

Red Bull gehört zu 49 Prozent dem Mitgründer und Firmenchef Dietrich Mateschitz und zu 51 Prozent der thailändischen Unternehmerfamilie Yoovidhya. Nachdem die Eigentümer meist nur die Hälfte der Gewinne jährlich aus der Firma entnehmen, ist über die Jahre ein Gewinnvortrag von 1,23 Milliarden Euro entstanden. Red Bull sitzt auf einem großen Eigenkapitalpolster, die Eigenkapitalquote lag 2016 bei sehr hohen 81,8 Prozent.

Ausschüttung im dreistelligen Millionenbereich

Die Red-Bull-Eigentümer entnahmen laut Jahresabschluss die Hälfte des 2016er-Jahresgewinn, also 263,4 Millionen Euro. Red-Bull-Chef Mateschitz steht diesmal eine Gewinnausschüttung von 129 Millionen Euro zu.

Ende 2016 verfügte Red Bull über hohe Finanzmittel. "Der Finanzmittelfonds (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Wertpapiere des Umlaufvermögens) stieg seit Ende 2015 von 348,6 Millionen Euro auf 603,9 Millionen Euro", heißt es im Lagebericht des Jahresabschlusses.

Stille Reserven

In der Bilanz der Red Bull GmbH ist der Wert der Marke Red Bull nicht sichtbar. Für "Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte" wurden nur 20,6 Millionen Euro angegeben. Das Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Kantar Millward Brown schätzte den Markenwert von Red Bull kürzlich mit 10,3 Milliarden Euro. Red Bull verfügt mit dieser Art der Bilanzierung über eine "stille Reserve" in Milliardenhöhe.

Die größten mittelfristigen Wachstumspotenziale sieht Red Bull in den Kernmärkten Westeuropa und USA, in Zukunftsmärkten in Entwicklungsländern und dem weltweiten Rollout der Red Bull Editions mit unterschiedlichen Geschmackssorten. Für 2017 rechnet der Energydrinkhersteller laut Lagebericht mit weiter steigenden Unternehmensgewinnen. (APA, 3.10.2017)

  • Red Bull beschert den Eigentümern satte Gewinne.
    foto: apa/herbert p. oczeret

    Red Bull beschert den Eigentümern satte Gewinne.

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